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Dunkelheit für Einbrecher ein "gefundenes Fressen": Expertin gibt Tipps zum Schutz

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

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So schützt man sich am besten vor Einbrechern

Videoclip • 01:29 Min • Ab 12


Mit der dunklen Jahreszeit begeben sich auch wieder mehr Einbrecher:innen auf Beutezug. Zwei Expertinnen verraten, was du über die Täter wissen musst – und wie du dich schützen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufgrund der Dunkelheit bietet die Herbst- und Winterzeit gute Bedingungen für Einbrecher:innen.

  • Die Täter:innen lassen sich grob in zwei Gruppen kategorisieren – regional agierende und Profis aus dem Ausland.

  • Mit einfachen Tricks lässt sich das Risiko von Einbrüchen minimieren.

Im Schutz der Dunkelheit fühlen sich Einbrecher:innen deutlich sicherer. Spätestens mit der Zeitumstellung hat die Hochsaison begonnen. "Die dunkle Jahreszeit, das heißt die früh einsetzende Dämmerung, ist für die Täter ein gefundenes Fressen, um sich unerkannt an Objekte anzunähern", weiß auch Sandra Reuter, die Leiterin des Kriminalkommissariats 14 in Düsseldorf. Denn die durch Fenster und Türen scheinende Beleuchtung – oder eben das fehlende Licht – könnten diese besser sehen, ob jemand zuhause sei.

Ohnehin muss Reuter zu Einbruchsdelikten im exklusiven :newstime-Interview eine negative Prognose stellen. "Die Zahlen sind seit der Pandemie stetig angestiegen und auch aktuell befürchten wir für das kommende Jahr steigende Zahlen."

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Profis am Werk: So gehen die Täter vor

Laut Reuter lassen sich zwei Tätergruppierungen unterscheiden: "Einmal die regional agierenden Täter, die eigentlich das ganze Jahr über in Düsseldorf für eine kontinuierliche Grundbelastung sorgen, und dann die professionell agierenden Täter, die meist zur Begehung von Straftaten nach Deutschland oder Düsseldorf einreisen." Nach den Wohnungseinbrüche verlasse die zweite Gruppe relativ zeitnah dann wieder das Land.

Eine Option für die Täter:innen ist das Aufhebeln. "Dabei wird mit einem Schraubendreher oder einem Brecheisen die Wohnungstür beziehungsweise das Fenster aufgehebelt", so Reuters. Dann gäbe es noch die Möglichkeit, mit dem Schraubendreher am Rand durch das Glas zu stechen. Anschließend kann durch das Loch der Hebel betätigt werden. "Oder man zerstört das Schloss der Haustür oder der Wohnungstür und kommt so dann in das Haus rein", nennt Reuter noch eine dritte, weniger subtile Option.

Aber wie legen sich die Einbrecher:innen auf ein Objekt fest? Natürlich sei eine Frage, wo man viel Beute erwarten könne, so Reuter. "Das ist immer ein gutes Kriterium. Und dann suchen sie natürlich auch die Wohnungen oder Häuser aus, die scheinbar unbewohnt gerade sind [...] und wenig Einbruchschutz anbieten." Laut der Kriminalkommissarin würden die Hälfte der Straftaten im Versuchsstadium enden. Sie gehe davon aus, dass eine Vielzahl dieser Straftaten scheitere, weil die Sicherheitstechnik doch sehr gut sei.

Im :newstime-Interview gibt Melanie Dahmen Tipps, wie man es Einbrecher:innen möglichst schwer macht.

Bild: :newstime


Was du für den Einbruchschutz tun kannst

Aber was kannst du konkret tun, um dich vor Einbrüchen zu schützen? "Ganz einfach umzusetzen ist eine Anwesenheitsimulation mit Licht", stellt Melanie Dahmen von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Polizei Düsseldorf gegenüber :newstime klar. Dazu könne man bereits vorhandene Lampen nutzen oder solche "mit günstigen Zeitschaltuhren, die Sie so einstellen, dass ab dem Dämmerungsbeginn, dem Abenddämmerungsbeginn, die Wohnung beleuchtet ist". Außerdem betont Dahmen die Bedeutung von mechanischen Sicherungen an Fenstern und Türen. Nutze man alle Sicherungsmittel, "können Sie es Tätern schon sehr unattraktiv machen, überhaupt in Ihr Viertel oder in ihr Wohnhaus zu kommen".

Zudem gibt sie zwei ebenso simple wie bedeutsame Tipps auf den Weg: Grundsätzlich aufmerksam sein und wissen, wen man im Haus oder in der Straße als Nachbarn habe. "Und dass man ja auch so ein bisschen darauf schaut, sich nachbarschaftlich zu unterstützen." Wenn der Nachbar im Urlaub sei, könne man die Mülltonne rausstellen oder die Post einräumen. "Einfach, dass ich nicht zulasse, dass irgendwas unbewohnt aussieht, und dass ich Leute, die mir fremd vorkommen oder die sich merkwürdig verhalten [...] mal anspreche und dafür sorge, dass ich zeige, dass wir in der Nachbarschaft aufmerksam sind."

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