Zum 3. November

Das verraten die Bauernregeln am Hubertustag über den Winter

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Diese Bauernregel kündigt Schnee an

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Die gängigen Bauernregeln und Wetterprognosen zum 3. November haben eine lange Tradition. Das sagen sie für den Hubertustag voraus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit jeher verknüpfen Bauernregeln den 3. November mit dem kommenden Winter.

  • Die volkstümlichen Weisheiten basieren auf jahrhundertelangen Naturbeobachtungen vor Zeiten des modernen Wetterberichts.

  • Ein Blick auf alte Weisheiten.

Der 3. November steht im Zeichen des Heiligen Hubertus von Lüttich, dem Schutzpatron der Jäger, Forstleute und Naturverbundenen. Anlässlich des Hubertustages finden sich auch einige traditionelle Bauernregeln, um das bevorstehende Wetter zu prognostizieren. Eine der bekanntesten Weisheiten lautet: "Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt der Januar lang weiß." Eine andere Warnung lautet: "Ist Hubertus grün und mild, zeigt der Winter sich sehr wild."

Diese volkstümlichen Erfahrungssätze basieren auf jahrhundertelanger Beobachtung regionaler Wettermuster – sie waren das meteorologische Frühwarnsystem der Bauern in einer Zeit ohne moderne Wetterberichte. Ob der Hubertustag heute noch als verlässliches Wetterorakel taugt, sehen Meteorologen zwar skeptisch, doch die symbolische Kraft des Tages bleibt ungebrochen.


Die Legende vom heiligen Hubertus

Hubertus stammte der Legende nach aus adeligem Hause und war ein leidenschaftlicher, zügelloser Jäger. Nach dem Tod seiner Frau zog er sich oft zur Trauer und Jagd in die Wälder zurück.Der Überlieferung nach begegnete ihm an einem Feiertag (oft wird Karfreitag genannt) im Wald ein prächtiger Hirsch, der zwischen seinen Geweihstangen ein leuchtendes Kruzifix trug. In diesem Moment hörte Hubertus eine Stimme, die ihn zur Umkehr mahnte. Diese Vision veränderte sein Leben grundlegend: Er gab das ausschweifende Leben auf, wurde Priester und später Bischof von Maastricht und Lüttich. Er lehrte, die Natur und die Tiere als Teil der Schöpfung Gottes zu achten.

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Bedeutung für die Jägerschaft

Für Jäger:innen hat der Hubertustag eine zentrale, traditionelle Bedeutung. Er steht für das Prinzip der Waidgerechtigkeit – also für einen verantwortungsvollen, tierschutzgerechten und ethischen Umgang mit der Natur und dem Wild ("Den Schöpfer im Geschöpfe ehren"). Der Tag erinnert daran, dass die Jagd nicht nur aus dem Erlegen von Wild besteht, sondern vor allem Hege, Pflege und Artenschutz beinhaltet.

Brauchtum und Feierlichkeiten

Rund um den 3. November pflegen Jäger und ländliche Gemeinden verschiedene Bräuche:

Die Hubertusmesse: Viele Jägerinnen und Jäger besuchen zu Ehren ihres Schutzpatrons feierliche Gottesdienste. Diese Hubertusmessen werden oft musikalisch von Jagdhornbläsern umrahmt (nicht selten in Kirchen gespielt).

Hubertusjagd: Der Tag gilt traditionell als Auftakt oder Höhepunkt für die herbstlichen Gesellschafts- und Treibjagden.

Kulturgut: Der heilige Hubertus ziert auch zahlreiche Wappen, Kapellen und ist Namensgeber für bekannte Produkte (wie den Kräuterlikör Jägermeister, auf dessen Etikett der Hirsch mit dem Kreuz im Geweih abgebildet ist).


Verwendete Quellen:

Jägerschaft Hannover-Land e.V.

Deutscher Jagdverband

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