Autobauer
VW kann trotz Chipkrise vorerst weiter produzieren
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von dpaDie Produktion bei VW läuft auch nächste Woche weiter. (Archivbild)
Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Für kommende Woche reichen die Halbleiter aus. Der Volkswagen-Konzern muss die Produktion trotz Lieferproblemen vorerst nicht stoppen. Doch im November könnte die Lage anders aussehen.
Bei Volkswagen gibt es nächste Woche trotz der Chipkrise keine Produktionsausfälle. Nach Stand vom Freitagvormittag (24. Oktober) sei die Fahrzeug-Produktion an den deutschen Standorten in der kommenden Woche abgesichert, teile der Konzern mit.
"Die Lieferengpässe beim niederländischen Chip-Hersteller Nexperia haben vorerst weiterhin keine Auswirkungen auf die Produktion in den fahrzeugbauenden Werken der Marke Volkswagen in Deutschland", so ein Sprecher. "Auch in allen anderen deutschen Produktionsstandorten des Volkswagen-Konzerns ist die Fahrweise in der kommenden Woche nach heutigem Stand abgesichert". Das gelte auch für die Töchter Audi, Porsche und VW Nutzfahrzeuge.
Auch Seat und Škoda laufen weiter
Das Gleiche gelte ebenso für die Werke von Škoda und Seat in Tschechien und Spanien, fügte ein Sprecher auf Nachfrage hinzu. Auch die konzerneigenen Komponentenwerke in Deutschland würden kommende Woche normal produzieren.
Wie es im November weitergehe, sei aber noch nicht abzuschätzen. "Vor dem Hintergrund der dynamischen Lage können kurzfristige Auswirkungen auf das Produktionsnetzwerk des Volkswagen-Konzerns jedoch weiterhin nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden", so der Sprecher.
Noch am Mittwoch (22. Oktober) hatte VW vor möglichen Produktionsausfällen gewarnt, die auch kurzfristig möglich seien. Grund sind Lieferprobleme beim Chip-Hersteller Nexperia. "Vor dem Hintergrund der dynamischen Lage können Auswirkungen auf die Produktion kurzfristig jedoch nicht ausgeschlossen werden", hatte VW seinerzeit in einer internen Mitteilung informiert.
Suche nach Ersatzlieferanten
Markenproduktionsvorstand Christian Vollmer hatte sich am Donnerstag (23. Oktober) dann aber zuversichtlich gezeigt, Produktionsstopps noch abzuwenden. Derzeit werde mit möglichen Ersatzlieferanten verhandelt, die den Lieferausfall der Nexperia-Halbleiter ausgleichen könnte, sagte er dem "Handelsblatt". VW stehe dazu in engem Austausch mit potenziellen Lieferanten, fügte ein Sprecher hinzu.
Bei Nexperia gibt es Lieferprobleme, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die von einer chinesischen Konzernmutter geführten Firma übernommen hatte. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten wie Chips für die Autoindustrie. Auch andere Hersteller und Zulieferer sind betroffen. Hintergrund ist der Handelsstreit zwischen den USA und China.
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