Rüstungszulieferer
Mehrfach überzeichnet: Vincorion-Aktien wecken Begehrlichkeiten vor Börsengang
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Deutsche Rüstungs-Exporte auf Rekordniveau (12. März)
Videoclip • 01:22 Min • Ab 12
Ab kommendem Freitag werden Vincorion-Aktien an der Frankfurter Börse gehandelt. Im Vorfeld scheint großes Interesse am Rüstungszulieferer zu herrschen.
Der Rüstungszulieferer Vincorion steht kurz vor seinem Börsengang: Wie das Unternehmen am Standort Wedel bei Hamburg vergangene Woche mitgeteilt hatte, sollen die Aktien erstmals am kommenden Freitag (20. März) an der Frankfurter Börse gehandelt werden – und die Nachfrage ist offenbar groß.
Wie die "Börsen-Zeitung" unter Berufung auf die begleitenden Banken berichtet, sei die Emission "mehrfach überzeichnet". Dies teilten die Banken kurz nach dem Start der viertägigen Zeichnungsfrist mit.
Der Ausgabepreis war vorab auf 17 Euro je Aktie festgelegt worden. Daraus ergibt sich eine anfängliche Unternehmensbewertung von rund 850 Millionen Euro.
Vincorion beschäftigt nach eigenen Angaben rund 900 Mitarbeiter:innen. Neben dem Firmensitz in Wedel unterhält das Unternehmen große Standorte im bayerischen Altenstadt sowie in Essen in Nordrhein-Westfalen. Für das Jahr 2025 hat Vincorion einen Umsatz von etwa 240 Millionen Euro ausgewiesen, Angaben zum Gewinn wurden jedoch nicht gemacht. Der Auftragsbestand belief sich zum Jahreswechsel auf rund 1,1 Milliarden Euro – ein Indiz für die aktuell hohe Nachfrage in der Rüstungsindustrie.
Ukraine-Krieg lässt Nachfrage steigen
Bis 2022 hatte Vincorion zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik gehört, bevor britische Finanzinvestor:innen von Star Capital das Unternehmen übernahmen. In den Jahren danach hatte der Ukraine-Krieg die Nachfrage nach Rüstungsgütern deutlich steigen lassen. Nun wollen die Investor:innen offenbar einen Teil ihrer Anteile zu Geld machen. Star Capital bleibt jedoch zunächst Hauptaktionär. Andere Investor:innen haben zugesagt, größere Teile des abgegebenen Aktienpakets zu übernehmen und als sogenannte Ankeraktionär:innen einzusteigen.
Firmenchef Kajetan von Mentzingen sieht den Börsengang laut Unternehmensangaben als wichtigen Meilenstein. "Dieser Schritt ermöglicht es uns, weiterhin zuverlässige Energie- und Mechatroniklösungen für führende Verteidigungsplattformen sowie innovative Luftfahrtsysteme zu entwickeln und herzustellen."
Vincorion fertigt unter anderem Mechatroniksysteme, Generatoren und weitere Energielösungen. Zu den Kunden zählen große Rüstungskonzerne wie Rheinmetall und KNDS. Die Komponenten des Unternehmens sind unter anderem in den Flugabwehrsystemen Patriot und Iris‑T sowie im Kampfpanzer Leopard verbaut. Der Firmenname Vincorion ist ein Kunstwort – abgeleitet vom lateinischen "vincere" für Siegen und dem Sternbild Orion.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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Verwendete Quellen:
Börsen-Zeitung: "Vincorion-Aktien vor Börsengang mehrfach überzeichnet"
Nachrichtenagentur dpa
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