Dreimal so viel wie 2019

Entschädigung für Reisende: So viel musste die Deutsche Bahn 2025 wegen Verspätungen zahlen

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

:newstime

Bahn zahlt 156 Mio. Euro Entschädigung

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Die Bahn musste 2025 dreimal so viel Entschädigungen an Reisende zahlen wie noch 2019. Das sagt der Bahn-Verantwortliche für den Fernverkehr, Michael Peterson, zu der Statistik.

Musste die Deutsche Bahn 2025 mehr oder weniger Entschädigungen zahlen als vorher? Das kommt auf die Perspektive an. Noch 2024 zahlte die Bahn fast 197 Millionen Euro an Fahrgäste aus. Im vergangenen Jahr waren es mit 156 Millionen Euro deutlich weniger.

Vollkommen als eigenen Erfolg verbuchen will das Michael Peterson, im Vorstand der Bahn für den Fernverkehr zuständig, nicht. Er sagte im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ), er gehe davon aus, "dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab".

Blickt man weiter zurück, lässt sich die Zahl wohl kaum als Erfolg verbuchen. So gingen 2025 rund 6,2 Millionen Anträge auf Entschädigung ein – dreimal so viele wie 2019. Auch die Summe der Zahlungen lag damals noch bei 52,6 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass die Entschädigungen laut Peterson für die Bahn "eine große finanzielle Belastung" darstellen.

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Pünktlichkeitsquote bei rund 60 Prozent

Dass die Entschädigungen in Summe immer höher wurden, liegt an den verschlechterten Pünktlichkeitswerten der Bahn. Waren 2019 mehr als 75 Prozent der Züge pünktlich, kamen 2025 nur noch 60 Prozent rechtzeitig an. Im Oktober erreichten kurzzeitig nur noch die Hälfte der Züge ihr Ziel plangemäß. Im Februar lag die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr bei 59,4 Prozent, was bedeutet, dass der Rest der Züge mindestens sechs Minuten zu spät ankam. Laut der Bahn erreichten zuletzt nur knapp zwei Drittel der Reisenden mit einer Verspätung von weniger als 15 Minuten ihr Ziel.

Ab 60 Minuten Verspätung am Zielort bekommen Reisende 25 Prozent des Fahrpreises erstattet, bei mehr als zwei Stunden ist es die Hälfte der einfachen Fahrt. Die Bahn gibt an, dass mehr als drei Viertel der Entschädigungsanträge digital eingereicht werden. Die Hälfte von ihnen könne innerhalb von zwei Tagen bearbeitet werden.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Süddeutsche Zeitung: "'Würden wir Märklin-Eisenbahn spielen, wäre das eine gute Idee'"

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