"Er wird sauer sein"
Jimmy Kimmel spottet bei den Oscars über Donald und Melania Trump
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Kimmel stichelt gegen Melania und CBS
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Spitzen gegen US-Präsident und First Lady: Moderator Jimmy Kimmel gab Donald Trump und seiner Frau Melania bei seiner Oscar-Rede einen Seitenhieb mit.
Seinen Auftritt bei den Oscars nutzte Talkshow-Moderator Jimmy Kimmel, um gegen US-Präsident Donald Trump sowie dessen Frau Melania zu sticheln. "Oh Mann, er wird sauer sein, seine Frau wurde dafür nicht nominiert", spottete Kimmel, als er die Dokumentarfilmkategorien auf der Bühne präsentierte. Mit dem Seitenhieb spielte er auf den Amazon-Film der First Lady an. In "Melania" wird die spätere Präsidentengattin während des Wahlkampfs porträtiert.
Vor dem Spruch in Richtung Trump und First Lady würdigte Kimmel Filmemacher, die sich der Aufgabe verschrieben hätten, die Wahrheit zu erzählen, die Ungerechtigkeit anprangerten sowie zum Handeln inspirierten. "Und es gibt auch Dokumentarfilme, in denen man im Weißen Haus herumläuft und Schuhe anprobiert", schob er noch hinterher, um den Kontrast zu verdeutlichen.
Zudem spielte der Moderator mit einem überspitzten Scherz auf die Meinungsfreiheit in den USA unter Trump an. "Wie Sie wissen, gibt es einige Länder, deren Führung die Meinungsfreiheit nicht unterstützt. Es steht mir nicht frei, zu sagen, um welche es sich handelt. Belassen wir es einfach bei Nordkorea und CBS."
Seitdem die Familie des als Trump-Unterstützer geltenden Tech-Milliardärs Larry Edison den Paramount-Sender übernommen hat, wird CBS' Berichterstattung über den US-Präsidenten teils als zu wohlwollend gegenüber der Administration kritisiert.
Kimmel und Trump – das hat eine Vorgeschichte
Kimmel moderiert seit 2003 "Jimmy Kimmel Live!" und zählt zu den populärsten Late-Night-Talkern der USA. Bei der diesjährigen Oscar-Gala war er für die Präsentation der Kategorien bester Dokumentarfilm sowie bester Dokumentarkurzfilm zuständig.
Für große Aufregung sowie eine Debatte um Meinungs- und Pressefreiheit in den USA sorgte seine Zwangspause im vergangenen September. Der Sender ABC nahm seine Show nach Kimmels Äußerungen über den tödlichen Angriff auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk vorübergehend aus dem Programm. Der Disney-Konzern begründete dies damit, die angespannte Situation in den Vereinigten Staaten nicht weiter anheizen zu wollen. Für Donald Trump bedeutete die zeitweise Absetzung "gute Nachrichten für Amerika". Seine Freude währte nur kurz, nach rund einer Woche feierte Kimmel sein TV-Comeback – und äußerte sich gewohnt bissig.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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