Neue Regeln in Griechenland
Griechen verschärfen Straßenverkehrsordnung: Urlauber müssen mit drastischen Bußgeldern rechnen
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
Sahara-Staub über Athen: Viele Menschen wegen Atembeschwerden behandelt
Videoclip • 01:36 Min • Ab 12
Griechenland verschärft seine Verkehrsregeln deutlich – und das kann für Urlauber:innen richtig teuer werden. Wer am Steuer telefoniert, zu schnell fährt oder Kinder im Auto nicht ausreichend schützt, riskiert hohe Strafen bis zu 8000 Euro und lange Führerscheinentzüge.
Das Wichtigste in Kürze
In Griechenland gelten ab Herbst 2025 deutlich strengere Verkehrsregeln mit Bußgeldern bis zu 8000 Euro und langen Fahrverboten.
Besonders teuer werden Telefonieren am Steuer, extremes Rasen, riskantes Fahrverhalten sowie das Rauchen mit Kindern im Auto.
Bußgelder aus Griechenland können auch in Deutschland vollstreckt werden, während das Tempolimit auf Autobahnen auf 140 km/h steigt.
Das Parlament in Athen hat die Straßenverkehrsordnung grundlegend überarbeitet. Ab Herbst 2025 greifen laut dem ADAC neue, deutlich strengere Regeln. Die Bußgelder steigen massiv – Verstöße können bis zu 8000 Euro kosten. Die Maßnahmen richten sich nicht nur an Einheimische, sondern treffen auch Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind.
Besonders ins Auge fallen die neuen Strafen für das Telefonieren am Steuer. Schon beim ersten Verstoß werden 350 Euro fällig, zusätzlich wird der Führerschein für 30 Tage entzogen. Wer innerhalb eines halben Jahres erneut erwischt wird, zahlt 1000 Euro und darf sechs Monate nicht fahren. Beim dritten Mal wird es richtig hart: 2000 Euro Strafe und ein Jahr Führerscheinentzug.
Warum ein kleiner Fahrfehler in Griechenland bis zu 8000 Euro kosten kann
Raser:innen trifft die Reform besonders hart. In Wohngebieten gilt nun flächendeckend Tempo 30. Laut Bericht wird das Tempo dort "häufig ohne ausreichende Beschilderung, aber mit konsequenter Kontrolle" überwacht. Wer mit mehr als 200 km/h geblitzt wird, zahlt laut ADAC 8000 Euro und verliert den Führerschein für vier Jahre. Auch illegale Autorennen oder aggressives Fahrverhalten werden streng geahndet: Schon beim ersten Mal drohen 2000 Euro Bußgeld und ein Jahr Fahrverbot.
Die griechischen Behörden nehmen auch Alkohol am Steuer verstärkt ins Visier. Je nach Promillewert liegen die Strafen zwischen 350 und 4000 Euro. Damit sollen schwere Unfälle verhindert und die Verkehrssicherheit insgesamt erhöht werden.
Rauchen mit Kindern im Auto wird teuer
Neu ist eine besondere Schutzregel für Kinder. Wer mit Kindern unter zwölf Jahren im Auto raucht oder sie nicht ordnungsgemäß sichert, muss mit Strafen von bis zu 2000 Euro rechnen. Ziel ist es, Minderjährige besser vor gesundheitlichen Risiken und Gefahren im Straßenverkehr zu schützen.
Auch bei den klassischen Sicherheitsvorschriften zieht Griechenland die Schrauben an. Wer ohne Gurt erwischt wird, zahlt 100 Euro. Motorradfahrer:innen ohne Helm riskieren mindestens 350 Euro. Selbst Fußgänger:innen, die bei Rot über die Straße gehen, werden künftig zur Kasse gebeten – hier ist ein Bußgeld von 30 Euro vorgesehen.
Auch in den News:
Beim Parken drohen ebenfalls unangenehme Folgen. Die Bußgelder liegen je nach Verstoß zwischen 20 und 150 Euro. Besonders problematisch: Die Polizei kann das Kennzeichen einziehen. Das bedeutet, dass das Fahrzeug über Wochen nicht bewegt werden darf. Für Urlauber:innen mit Mietwagen kann das zum echten Problem werden, da das Auto in dieser Zeit praktisch nicht nutzbar ist, obwohl es weiter bezahlt werden muss.
Für Reisende wichtig zu wissen: "EU-weit lassen sich Bußgeldbescheide auch in Deutschland vollstrecken." Wer also hofft, ein Knöllchen aus Griechenland einfach aussitzen zu können, täuscht sich. Unbezahlte Strafen können später in Deutschland eingefordert werden.
Höheres Tempolimit auf Autobahnen
Es gibt jedoch auch eine Entlastung für Autofahrer:innen. Auf Autobahnen wird das Tempolimit von bisher 130 km/h auf 140 km/h angehoben. Damit erlaubt Griechenland etwas höhere Geschwindigkeiten, setzt aber im Gegenzug auf strengere Kontrollen und hohe Sanktionen bei Verstößen an anderer Stelle, etwa in Wohngebieten oder bei gefährlichem Verhalten.
Urlauber:innen, die mit dem Auto nach Griechenland reisen, sollten sich vor der Fahrt unbedingt über die neuen Regeln informieren. Wer die Vorschriften missachtet, riskiert nicht nur hohe Kosten, sondern auch lange Fahrverbote – und das kann den Urlaub schnell verderben.
Verwendete Quellen:
ADAC: "Raserei und Handy am Steuer: Griechenland erhöht Strafen"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Italien & Sicherheit im Urlaub
Bären am Gardasee: So reagieren Wanderer richtig

Weißes Haus
"Trump-Wahn-Syndrom": US-Justizministerium greift Ballsaal-Kritiker an

Porträt
Walter Gunz – Warum finanziert er Timmys Rettung?

Aufregung im Freizeitpark
Polizeieinsatz: Bewaffneter Mann im Ravensburger Spieleland

Ukrainische Angriffe
Raffinerie-Brand im russischen Tuapse – Evakuierungen gestartet

Ab 21 Uhr
LIVE: König Charles III. spricht vor dem US-Kongress

