Weißes Haus
"Trump-Wahn-Syndrom": US-Justizministerium greift Ballsaal-Kritiker an
Veröffentlicht:
von Marie-Finn BrukerUS-Präsident Donald Trump nützt den mutmaßlichen Attentatsversuch auf ihn, um sein Ballsaal-Projekt im Weißen Haus zu forcieren.
Bild: Alex Brandon/AP/dpa
Neuer Anlauf für den umstrittenen Ballsaal im Weißen Haus: Nach Schüssen auf einer Gala mit Trump möchte die US-Regierung nun den zuvor verordneten Baustopp aufheben. Dafür greift das Justizministerium zu äußerst scharfen Worten.
Das Wichtigste in Kürze
Baustopp für Millionenprojekt: Aus Denkmalschutzgründen war der Bau des von der US-Regierung geplanten Ballsaals gestoppt worden.
Die Trump-Regierung nimmt nun den mutmaßlichen Angriff auf den US-Präsidenten als Vorwand für die Fortsetzung des Baus.
Beleidigungen gegenüber Denkmalschutzorganisation: Die Wortwahl erinnert an Trumps Truth-Social-Beiträge.
Am Montagabend (27. April, Ortszeit) hatte die US-Justiz die Aufhebung des Baustopps für den umstrittenen Bau eines neuen Ballsaals bei einem Bundesrichter beantragt. Denkmalschützer:innen stellen sich gegen den gewünschten Ballsaal – und werden von der Trump-Regierung verbal angegriffen.
Auch in den News:
Angriff wäre mit neuem Ballsaal "niemals passiert"
US-Präsident Donald Trump sowie etwa der geschäftsführende Justizminister Todd Blanche nutzen das geplante Attentat auf einer Trump-Gala als Werbung für das umstrittene Bauprojekt. Ein solcher Angriff wäre mit dem geplanten Ballsaal "niemals passiert", so die Argumentation.
Am Samstag (25. April, Ortszeit) war ein bewaffneter Angreifer bei einem Gala-Dinner durch eine Sicherheitsschleuse vorgedrungen. Sicherheitskräfte hätten den Mann gestoppt, dabei fielen Schüsse. Ein Sicherheitsbeamter wurde verletzt. Dem Mann wird nach Behördenangaben ein Mordversuch an Trump zur Last gelegt.
Die US-Regierung nutzt nun diese Abendveranstaltung und startete mit Präsident Donald Trump einen neuen Anlauf für das 400-Millionen-US-Dollar-Projekt im Weißen Haus. Und das ungewöhnlich scharf.
US-Justiz wirft Denkmalschutzorganisation "Trump-Wahn-Syndrom" vor
In dem Schriftsatz bezeichnen Regierungsjurist:innen die klagende Denkmalschutzorganisation als "FAKE" (falsch) und werfen ihr ein "Trump Derangement Syndrome" (etwa Trump-Wahn-Syndrom) vor. Eine Wortwahl, die laut "Washington Post" wie einer von Trumps Truth-Social-Beiträgen klingt.
Trumps Bauprojekt steht juristisch seit Monaten unter Druck: So ließ Trump den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen. Denkmalschützer:innen klagten dagegen. Der geplante Neubau könne das bestehende Gebäude optisch dominieren. Ein Richter verhängte daraufhin den vorläufigen Baustopp, solange eine Berufungsinstanz den Fall prüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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