Ukrainische Angriffe
Raffinerie-Brand im russischen Tuapse – Evakuierungen gestartet
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von dpa:newstime
Ukraine-Beitritt zur EU doch schneller? (24. April)
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Die Ukraine setzt Drohnen als Waffe gegen Russlands Ölwirtschaft ein. In Tuapse brennt erneut eine Raffinerie nach Angriffen.
Das Wichtigste in Kürze
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt in der südrussischen Hafenstadt Tuapse erneut eine Ölraffinerie.
Behörden evakuieren Anwohner:innen wegen der Ausbreitungsgefahr und sprechen von einer ernsten Notfallsituation.
Die Ukraine zerstört gezielt Russlands Ölindustrie, um die Finanzierung des Krieges zu treffen.
In der südrussischen Hafenstadt Tuapse ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff Behörden zufolge erneut ein großes Feuer in einer Ölraffinerie ausgebrochen. Gebietsgouverneur Weniamin Kondratjew sprach von einer ernsthaften Notfallsituation. Menschen, die in den Straßen nahe der Raffinerie leben, werden nach Angaben von Bürgermeister Sergej Bojko wegen der Gefahr, dass das Feuer sich ausbreitet, evakuiert.
Der Kiewer Generalstab bestätigte in sozialen Medien unter anderem einen erneuten Angriff auf die Raffinerie. Das Unternehmen sei an der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine beteiligt, hieß es zur Begründung. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen und ein Feuer sei ausgebrochen.
Die Raffinerie und der Ölverladeterminal der Stadt am Schwarzen Meer waren schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Seit Wochen kommt es deswegen zu Bränden und auch zu schweren Umweltschäden. Zuletzt war es über mehrere Tage nicht gelungen, ein Feuer zu löschen, Behörden riefen Menschen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Meer.
Auch in den News:
Drei Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen
Im russischen Gebiet Belgorod an der Grenze zur Ukraine wurden Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge bei ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen getötet. Demnach erlag ein Mann im Dorf Wosnessenowka bei einem Einschlag in ein Auto seinen Verletzungen. Im Dorf Bobrawa seien eine Frau und ein Mann ebenfalls bei einem Einschlag in ein Auto ums Leben gekommen, ihr 16-jähriger Sohn, der demnach auch in dem Fahrzeug saß, sei ins Krankenhaus gebracht worden. Bei einem anderen Einschlag seien zwei Menschen verletzt worden.
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Viele ukrainische Drohnen abgewehrt
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Dienstagmorgen (28. April) mit, dass in der Nacht 186 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien – auch über den Gebieten Krasnodar und Belgorod. Zu Schäden macht das Ministerium keine Angaben.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Für Russland sind Einnahmen aus dem Ölexport wichtig zur Finanzierung seines Angriffskriegs, die Ukraine nimmt daher diesen Wirtschaftszweig als Teil ihres Abwehrkampfs ins Visier. Die Zahlen der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
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