Nur 4 Produkte "gut"

Stiftung Warentest untersucht Reis: Beilage häufig schadstoffbelastet

Aktualisiert:

von Jacqueline Bittl

:newstime

So prüft Stiftung Warentest Produkte

Videoclip • 01:35 Min • Ab 12


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Reis passt zu vielen Gerichten als Beilage. Was den Genuss allerdings trübt, sind Schadstoffe. Stiftung Warentest macht das Problem deutlich. Mit der richtigen Zubereitung kann man aber gegensteuern.

Basmati, Jasmin, Parboiled, Vollkorn und Rundkorn – laut der Stiftung Warentest sind alle Reisarten schadstoffbelastet. Denn in ausnahmslos jedem Reis kam das Halbmetall Arsen vor, das wegen seiner giftigen Eigenschaften oft den Schwermetallen zugeordnet wird. Es gelangt über Böden und Wasser im Anbaugebiet in den Reis. Auch Kadmium war vereinzelt enthalten.

Zwar überschritt im Test keines von 40 Produkten die offiziellen Grenzwerte. Aber die Stiftung schaute nach Abstufungen und fand deutliche Unterschiede, wie viel etwa an Metallen, Schimmelpilzen oder Pestiziden in den kleinen Körnern unterschiedlichster Anbieter steckte.

Das unerfreuliche Fazit: Lediglich jede zehnte Reispackung erreicht die zweitbeste Note "Gut". Acht Produkte sind aufgrund der Schadstoffhöhe nur "ausreichend", drei von ihnen tragen ein Bio-Logo. Alle anderen liegen als "befriedigend" in der Mitte.

Weitere Tests von Stiftung Warentest:

Das sind die Testsieger von Stiftung Warentest:

  • "K-Classic Langkorn Parboiled Reis" von Kaufland (Note 2,3)

  • "Vollkorn Bio Jasmin Reis" von Reishunger (2,3)

  • "Pure Original Basmati" von Tilda (2,4)

  • "Basmati" von Akash (2,5).

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Stiftung Warentest: Arsen in Reis lässt sich nicht komplett vermeiden

Arsen lässt sich in Reis nicht komplett vermeiden, Basmatireis schneidet hier insgesamt noch am besten ab. Die gute Nachricht außerdem: Bei der Zubereitung kann man den Schwermetallgehalt im Reis verringern.

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So sollte man Reis zubereiten:

  • Reis vor dem Kochen waschen, die Körner dabei spülen, bis das Wasser klar ist.

  • Reis für fünf Minuten in der vierfachen Menge Wasser kochen.

  • Das Wasser abgießen und durch frisches Wasser ersetzen, diesmal aber nur die zweifache Menge.

  • Den Reis so lange garen, bis das Wasser aufgesogen ist.

Laut einer Studie sinke damit der Arsengehalt in Vollkornreis um 54 Prozent, in weißem Reis um 73 Prozent, heißt es von der Stiftung Warentest.

Die Expert:innen raten ohnehin dazu, Reis nicht täglich zu essen, sondern nur ein- bis zweimal pro Woche.

Das nützt auch der Umwelt, denn Reis hat im Vergleich zu heimischen, stärkehaltigen Beilagen wie Dinkel oder Grünkern einen hohen CO₂-Fußabdruck.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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