Rheda-Wiedenbrück

Interlübke meldet Insolvenz an – das ist der Grund für den Kollaps

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Insolvenz: Was bedeutet das für Unternehmen? (9. März)

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Traditionsmarke in Not: Der Möbelhersteller Interlübke ist in finanzielle Schieflage geraten. Vor allem eine Entwicklung in der Politik setzte das Unternehmen zuletzt massiv unter Druck.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der renommierte Möbelhersteller Interlübke hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt.

  • Als Hauptauslöser nennt Mitgesellschafter Ralf Oehmke die gestiegenen Energiekosten durch den Iran-Krieg sowie wöchentliche Preiserhöhungen von Spediteuren und Lieferanten.

  • Das Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden sucht nun nach einem neuen Investor.

Der renommierte Möbelhersteller Interlübke aus Rheda-Wiedenbrück kämpft ums Überleben. Die Lübke GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenz beantragt, wie aus dem Portal Insolvenzbekanntmachungen hervorgeht.

Das Unternehmen, das seit 1937 existiert und zu den wenigen deutschen Premiumherstellern zählt, beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter:innen.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Yorck Streitbörger bestellt. Der Betrieb im ostwestfälischen Werk läuft vorerst weiter, während intensiv nach einem Investor gesucht wird.


- Anzeige -
- Anzeige -

Ölheizung wird zum Verhängnis

Die Ursachen für den finanziellen Kollaps sind vielschichtig. Mitgesellschafter Ralf Oehmke benennt den Iran-Krieg als unmittelbaren Auslöser der Krise. Die Produktionsstätte werde noch mit Öl beheizt – "genau dort hat uns die Kostenexplosion in den letzten Wochen massiv getroffen".

Verschärft werde die Lage durch kontinuierliche Preiserhöhungen von Spediteuren sowie Holz- und Lacklieferanten, die im Wochentakt erfolgen.

Auch in den News:

Branche unter Druck

Interlübke steht mit seinen Problemen nicht allein da. Die gesamte Möbelindustrie befindet sich in einer schwierigen Phase. Verbraucher:innen halten sich bei Möbelkäufen zurück und verschieben Anschaffungen. Hinzu kommt ein Nachholeffekt aus der Pandemiezeit: Viele Haushalte hatten während Corona Käufe vorgezogen und sich neu eingerichtet – der Bedarf ist vielerorts nun gedeckt.

Für Interlübke ist es bereits die zweite Insolvenz. Schon 2012 hatte das Unternehmen einen entsprechenden Antrag stellen müssen. Die Marke, die für Designmöbel international renommierter und prämierter Gestalter steht, wurde 1937 von den Brüdern Leo und Hans Lübke als kleine Möbelfabrik für polierte Schlafzimmermöbel gegründet.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken