Italien & Sicherheit im Urlaub

Bären am Gardasee: So reagieren Wanderer richtig

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

17:30 SAT.1 Bayern

Bären in Bayern: Gibt es bald eine Braunbär-Polizei?

Videoclip • 01:38 Min • Ab 12


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In der Region rund um den Gardasee leben wieder mehr Braunbären. Begegnungen mit Wanderern sind selten, kommen aber vor. Wer vorbereitet ist, kann gefährliche Situationen vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Gardasee leben etwa 100 Braunbären in freier Wildbahn.

  • Begegnungen sind selten, können aber gefährlich werden.

  • Ruhiges Verhalten ist im Ernstfall entscheidend.

Die Natur rund um den Gardasee zieht jedes Jahr zahlreiche Wanderer an. Dichte Wälder, abgelegene Pfade und beeindruckende Berglandschaften machen die Region besonders attraktiv. Doch in diesen Lebensräumen sind auch Wildtiere unterwegs – darunter Braunbären.

Im Trentino leben laut Behörden derzeit rund 100 Tiere. Die meisten bleiben unsichtbar, denn Bären meiden den Menschen. Dennoch kam es in den vergangenen Monaten zu mehreren Sichtungen und auch zu Angriffen.

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Gardasee: Begegnungen mit Folgen

Ein Vorfall im Frühjahr 2024 zeigt, wie schnell eine Situation kippen kann: Ein Wanderer wurde bei Molveno über längere Zeit von einem Bären verfolgt. Erst nach rund 15 Minuten zog sich das Tier zurück. Weniger glimpflich verlief ein Zwischenfall im Sommer nahe Dro. Ein:e Tourist:in wurde von einer Bärin attackiert und verletzt.


Richtiges Verhalten kann Leben retten

Wer einem Bären begegnet, sollte laut der Touristeninformation von Trentino vor allem Ruhe bewahren. Hektik, Schreien oder Weglaufen können das Tier reizen. Besser ist es, langsam Abstand zu gewinnen und dem Bären Raum zu lassen.

Ist der Bär noch weit entfernt, empfiehlt es sich, den Weg zurückzugehen. In der Nähe gilt: stehen bleiben, keine plötzlichen Bewegungen machen und ruhig sprechen. So kann das Tier den Menschen wahrnehmen, ohne sich bedroht zu fühlen.

Auch in den News:

Kommt es zu einem Angriff, lautet die wichtigste Regel: "tot stellen". Dabei legt man sich flach auf den Bauch, schützt Kopf und Nacken mit den Armen und verharrt regungslos. Fehler wie Weglaufen oder Klettern können gefährlich werden. Bären erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h und sind ausgezeichnete Kletterer. Auch das Werfen von Gegenständen oder Angreifen verschärft die Situation. Wichtig bleibt also: Abstand halten. Bären sind Wildtiere und keine Attraktion. Wer sich ihnen nähert oder sie füttert, bringt sich selbst in Gefahr.


Verwendete Quellen:

Allgäuer Zeitung: "Bären-Angriffe am Gardasee: Diesen Fehler darf man nicht machen"

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