Mehr Umsatz und Gewinn

U-Boot-Bauer TKMS toppt dank Waffen-Boom Erwartungen

Veröffentlicht:

von Momir Takac

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Rüstung: So kann sich EU von Trump lösen

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


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Rüstungsunternehmen können sich derzeit vor Aufträgen kaum retten. Auch beim U-Boot-Hersteller TKMS klingelt die Kasse.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hersteller von Waffen und Kriegsgerät erleben aktuell einen Boom.

  • Davon profitiert auch der U-Boot-Hersteller TKMS.

  • Das Unternehmen hat die Prognosen im ersten Halbjahr übertroffen.

Dank einer gestiegenen Nachfrage nach Waffen hat der Kieler U-Boot-Hersteller TKMS im ersten Halbjahr (Oktober bis März) etwas mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) stieg um rund 14 Prozent auf 60 Millionen Euro, teilte der Rüstungskonzern am Montag (11. Mai) mit.

U-Boot-Hersteller TKMS übertrifft Gewinnerwartungen deutlich

Der Umsatz ging um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro in die Höhe. Damit übertraf das Unternehmen ein wenig die Erwartungen von Analyst:innen, die im Schnitt einen Betriebsgewinn von 59 Millionen Euro und einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro prognostiziert hatten.

Der Auftragsbestand erreichte Ende März mit 20,6 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Treiber des Wachstums waren demnach die Sparten für U-Boote und Sonartechnologie. TKMS, das mit Deutschland Kanada als neuen Partner gewinnen will, sieht sich im Plan, die Jahresziele für das Geschäftsjahr 2025/26 zu erreichen. Danach soll die bereinigte Ebit-Marge bei über sechs Prozent liegen. Im Halbjahr erreichte sie 5,1 Prozent.

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Auch in den News:

TKMS streitet mit Rheinmetall um Übernahme der Werft German Naval Yards Kiel

Der Vorstandsvorsitzende Oliver Burkhard sagte, TKMS könne den Auftragsbestand mit den eigenen Werften abdecken. "Mit Blick nach vorne prüfen wir aber schon jetzt mögliche internationale Partnerschaften." Der Konzern bemüht sich wie auch Rheinmetall im Zuge der Expansion, die Werft German Naval Yards Kiel (GNYK) zu übernehmen.

Die Gespräche zwischen TKMS und den GNYK-Eigentümern würden "weiterhin ergebnisoffen geführt", erklärte TKMS. Burkhard machte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters allerdings klar, dass man eine Übernahme nicht auf Biegen und Brechen anstrebe. "Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu bezahlen", sagte der Vorstandsboss.


Ukraine-Krieg und NATO-Aufrüstung bescheren Rüstungsunternehmen gute Geschäfte

Die Nachfrage nach Waffen in der Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine und des Abrückens der US-Regierung von der NATO beschert den Rüstungskonzernen in Europa zahlreiche neue Aufträge. Auch der deutsche Branchenprimus Rheinmetall eilt von Rekord zu Rekord, auch wenn im ersten Quartal die Zahlen nicht wie erhofft waren. Im Oktober 2025 hatte TKMS einen fulminanten Börsenstart hingelegt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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