Düsseldorfer Rüstungsunternehmen
Rheinmetall fällt unter die Erwartungen - folgt eine Aufholjagd im zweiten Quartal?
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Rheinmetall droht Millionenstrafe (31. März)
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Zum Jahresstart lag der Umsatz des Rüstungskonzerns Rheinmetall unter den berechneten Erwartungen. Im zweiten Quartal möchte das Unternehmen aufholen und rechnet fest damit, sein Jahresziel zu erreichen.
Das Wichtigste in Kürze
Rheinmetall erzielte im ersten Jahresviertel weniger Umsatz als erwartet – in den Folgemonaten will der Konzern aufholen.
Der Konzernchef Armin Papperger vertraut auf weiteres Wachstum und das Erreichen des Umsatzziels des Gesamtjahrs.
Aufgrund aktueller Kriege und Krisen sind Waffen aus Europa immer mehr gefragt.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall (RHMG.DE) hat zum Jahresstart weniger Umsatz erzielt als von Analyst:innen erwartet. Zuletzt zeigten seine Aktien erhebliche Schwankungen. Nun liegt die Hoffnung der Düsseldorfer auf dem zweiten Quartal.
Auch in den News:
Wachstumshoch von letztem Jahr blieb bislang aus
Zuvor gab der Kurs vorbörslich nach, erholte sich am Dienstagmorgen (5. Mai) aber wieder und stieg ins Plus. Zu diesem Zeitpunkt notierte eine Rheinmetall-Aktie bei 1.400 Euro. Womöglich griffen viele Personen infolge des günstigen Kurses zum Kauf, vermuten Händler:innen.
Im ersten Viertel des Jahres blieb die Düsseldorfer Rüstungsschmiede hinter den Erwartungen, auch das Wachstumstempo vom vergangenen Jahr wurde nicht erreicht.
Zwar verzeichnete Rheinmetall zwischen Januar und März ein Umsatzplus von acht Prozent. Diese 1,94 Milliarden Euro liegen aber weit unter Berechnungen der Expert:innen von durchschnittlich 2,3 Milliarden Euro, wie der Dax.GDAXI-Konzern mitteilte. Das operative Ergebnis stieg um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Wie erwartet ergibt sich daraus eine Umsatzrendite von 11,6 (Vorjahr: 10,5) Prozent.
Konzernchef rechnet mit Beschleunigung im zweiten Quartal
Konzernchef Armin Papperger hält an den Prognosen für das Gesamtjahr fest. Man rechne mit einer deutlichen Beschleunigung des Wachstums im zweiten Quartal, teilte das Unternehmen mit. Nach der Aufnahme der Produktion im spanischen Murcia seien höhere Auslieferungen in der Sparte "Waffe und Munition" zu erwarten. Auch die Bundeswehr werde bereits vorproduzierte Militär-Lastwagen kaufen.
Der Umsatz der Düsseldorfer stieg im Vorjahr um 37 Prozent nach oben. Auch im jetzigen ersten Halbjahr werde Rheinmetall einen "ähnlichen Wachstumspfad" einschlagen.
Eigenen Angaben zufolge habe der Rüstungskonzern Aufträge von über 73 Milliarden Euro und damit 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem Italien und Rumänien stellten dem Unternehmen Aufträge für Kampffahrzeuge.
Nachfrage für Waffen aus Europa steigt
Für das Gesamtjahr soll der Umsatz den Prognosen zufolge um 40 bis 45 Prozent wachsen, bei einer operativen Rendite von etwa 19 Prozent. Am Donnerstag (7. Mai) will Rheinmetall die offiziellen Quartalszahlen veröffentlichen.
Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wird die westliche Rüstungsindustrie zur Stärkung ihrer Streitkräfte gebraucht. Auch infolge des Kriegs im Iran werden Waffen benötigt.
Die Distanzierung der US-Regierung von der NATO unter Präsident Donald Trump sowie der geplante Abzug US-amerikanischer Truppen aus Deutschland dürfte die Nachfrage nach Waffen und Munition aus Europa außerdem weiter steigen lassen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
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