Ukraine-Krieg
Trendwende an der Front? Ukraine erzielt Geländegewinne
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von Max Strumberger:newstime
Drohne beschädigt Moskauer Wohnhaus
Videoclip • 19 Sek • Ab 12
Russland gerät an der Front in der Ukraine spürbar unter Druck: Neue ISW-Daten zeigen, dass Moskau im April netto mehr Gebiet verlor als gewann.
Das Wichtigste in Kürze
Die Front in der Ukraine verschiebt sich – wenn auch langsam – zu Ungunsten Russlands.
Eine aktuelle Analyse von ISW-Daten zeigt: Im April verlor Moskau erstmals seit Jahren unter dem Strich Gelände.
Kiew meldet Geländegewinne in gleich drei Regionen.
Erstmals seit fast drei Jahren hat Russland an der Front in der Ukraine spürbare Netto-Gebietsverluste hinnehmen müssen. Nach einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Daten des US-Thinktanks Institute for the Study of War (ISW) verlor die russische Armee im April rund 120 Quadratkilometer zuvor besetztes ukrainisches Territorium.
Damit gewann die Ukraine etwa 0,02 Prozent ihres Staatsgebiets zurück. Laut ISW gelang Kiew an mehreren Frontabschnitten ein Vorstoß. In den ostukrainischen Regionen Saporischschja, Charkiw und Donezk eroberten ukrainische Truppen jeweils rund 40 Quadratkilometer zurück und machten so lokale Geländegewinne geltend.
Russland konnte seinerseits vor allem im Raum der Industriestadt Kramatorsk in der Region Donezk vorrücken. Trotz dieser Bewegungen in beide Richtungen bleibt der April jedoch der erste Monat seit Sommer 2023, in dem die Bilanz unter dem Strich zu Ungunsten Moskaus ausfällt.
Russland hält fast 20 Prozent der Ukraine besetzt
Insgesamt kontrolliert Russland dem ISW zufolge weiterhin etwas mehr als 19 Prozent der Ukraine. Dazu zählen die bereits 2014 annektierte Halbinsel Krim sowie Gebiete in den Regionen Donezk und Luhansk, die schon vor der Vollinvasion 2022 von pro-russischen Separatisten beherrscht wurden. Den Großteil der übrigen besetzten Flächen hatte Russland in den ersten Kriegswochen erobert.
Auch in den News:
Starlink- und Telegram-Aus treffen Russen hart
Schon zuvor hatte sich der russische Vormarsch deutlich verlangsamt: Im Januar gewann Moskau noch 319 Quadratkilometer, im Februar 123, im März nur noch 23 Quadratkilometer. Nach Einschätzung des ISW verschärfen ukrainische Gegenangriffe, Probleme der russischen Armee mit Kommunikationstechnologie sowie widrige Wetterbedingungen wie Schlamm durch Tauwetter die bestehenden strukturellen Schwächen der russischen Streitkräfte zusätzlich – auch, seitdem das Unternehmen SpaceX die Nutzung von Starlink durch das russische Militär blockiert und die Führung in Moskau den Messenger Telegram eingeschränkt hat.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
Nachrichtenagentur dpa
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