Investition in anderes Werk
Pharmakonzern Novartis schließt Produktionsstandort - 220 Arbeitsplätze betroffen
Veröffentlicht:
von Marie-Finn BrukerNovartis hat seinen Sitz in Basel. (Archivbild)
Bild: Patrick Seeger/dpa
Der Pharmariese Novartis will einen seiner Produktionsstandorte schließen. Damit fallen die Arbeitsplätze zahlreicher Mitarbeitender weg. Warum der Konzern dafür woanders investieren will.
Das Wichtigste in Kürze
Novartis schließt seine Türen in Wehr: Etwa 220 Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz in Südbaden.
Als Grund für die Schließung nennt der Pharmakonzern fehlende Wettbewerbsfähigkeit.
Umschwung nach Sachsen-Anhalt: Das Berner Unternehmen investiert Millionen in eine neue Produktion für Krebspatient:innen.
Der Schweizer Großkonzern Novartis verabschiedet sich aus Südbaden: Bis Ende 2028 soll der Standort in Wehr (Landkreis Waldshut) geschlossen werden. Mit der Schließung entfallen rund 220 Arbeitsplätze, teilte das Unternehmen aus Basel mit.
Auch in den News:
35 Millionen Euro Investition in neuen Standort
Bislang stellte das Werk in Südbaden Tabletten und Kapseln her. Nun sei der Standort nicht mehr wettbewerbsfähig. So erklärt das Unternehmen die Schließung.
Dennoch wolle man transparent und respektvoll mit den Mitarbeitenden und der betroffenen Gemeinde umgehen. "Wir sind uns der Unsicherheit bewusst, die diese Ankündigung für unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort Wehr mit sich bringt", so Produktionschef Steffen Lang.
Novartis betonte, dass durch die Schließung keine Gefährdung der Versorgung von Patient:innen bestehe. So bekenne sich das Unternehmen weiterhin zum Standort Deutschland. Hier beschäftigt der Pharmakonzern nach eigenen Angaben 2.600 Mitarbeitende an sechs Standorten.
Bald auch in Sachsen-Anhalt: Novartis investiere parallel 35 Millionen Euro in eine Produktionsstätte für Krebstherapien. Der neue Standort in Halle soll 2027 den Betrieb aufnehmen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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