Experte warnt
Plötzliche Putin-Wende: Steckt diese Gefahr hinter seinem Schröder-Vorstoß?
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Putins Kriegsende-Aussage: Was will er?
Videoclip • 02:41 Min • Ab 12
Erst Siegesgewissheit, dann Friedenssignale: Putin überrascht mit Gesprächsbereitschaft im Ukraine-Krieg – und bringt ausgerechnet Altkanzler Schröder ins Spiel. Was wirklich hinter der Kehrtwende stecken könnte.
Das Wichtigste in Kürze
Erst erklärt Putin den Sieg, dann spricht er plötzlich vom Ende des Krieges.
Nun bringt der Kreml ausgerechnet Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler ins Spiel.
Ein Experte ordnet ein, ob dahinter echte Verhandlungsbereitschaft oder politisches Kalkül steckt.
Wladimir Putin sendet widersprüchliche Ukraine-Botschaften – und sorgt damit international wieder für Aufsehen. Am Wochenende sagte er zunächst, Russland werde diesen Krieg noch gewinnen. Kurz danach war plötzlich vom nahenden Kriegsende die Rede, obwohl Russland laut Experten noch weit entfernt von einem Sieg ist.
"Vielleicht ist es Ausdruck dessen, dass die militärische Lage an der Front schlecht ist und Putin einen Ausweg aus diesem Krieg sucht", erklärt der Innsbrucker Politikwissenschaftler Gerhard Mangott den Vorstoß. Möglicherweise habe Putin eingesehen, dass er "aufgrund der Unzufriedenheit und dem Unmut in der Bevölkerung aus dem Krieg raus muss", so Mangott gegenüber :newstime.
Auch in den News:
Doch erstmals seit Langem scheint auch tatsächlich Bewegung in festgefahrene Fronten zu kommen – nicht zuletzt, weil Putin signalisierte, mit europäischen Akteur:innen sprechen zu wollen. Besonders brisant ist dabei der Name Gerhard Schröder. "Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen", betonte der Kremlchef am Wochenende.
Die Absicht, die dahintersteckt? "Wenn ich es optimistisch betrachte, dann glaube ich, es ist einiges möglich in den nächsten Monaten", zeigte sich Mangott zuversichtlich. Er warnte aber auch: "Es könnte auch dann die Absicht sein, wenn es zu solchen Gesprächen kommt, dass er versucht, die Europäer zu spalten in Staaten, die mit Russland einen Ausgleich suchen und Staaten, die Russland feindlich gesinnt bleiben.
Im Video oben siehst du das Interview mit Politikwissenschaftler Gerhard Mangott in voller Länge!
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