Keine laufende Verwaltungsgebühr

Trade Republic bietet Altersvorsorgedepot zum Nulltarif

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von Christopher Schmitt

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Immer die höchsten Zinsen? Wie das System Trade Republic funktioniert

Videoclip • 11:00 Min • Ab 12


Auch Trade Republic will im Preiskampf ums Altersvorsorgedepot mitmischen. Dabei setzt der Neobroker auf ein kostenloses Modell – und geht noch einen Schritt weiter als die Konkurrenz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trade Republic steigt ins Rennen um das günstigste Angebot für das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot ein.

  • Dabei setzt der Neo-Broker auf ein Gratis-Modell, das auch auf eine laufende Verwaltungsgebühr verzichtet.

  • Etablierte Banken mischen ebenfalls mit, die Konkurrenz ist groß.

Kurz vor dem Start des staatlich geförderten Altersvorsorgedepots im Jahr 2027 wirft Trade Republic seinen Hut in den Ring. Der Berliner Online-Broker steigt mit einem konsequenten Null-Kosten-Modell in den ohnehin schon harten Gebührenstreit ein – und geht damit weiter als die meisten Mitbewerber.

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Kostenlos auf ganzer Linie

Während andere Anbieter zumindest für manche Leistungen noch Gebühren verlangen, verzichtet Trade Republic nicht nur auf Depot- und Ausführungskosten, sondern eliminiert bei mehr als 50 ETFs auch die laufende Verwaltungsgebühr vollständig. Die eingesparten Fondskosten sollen monatlich reinvestiert werden. Das Angebot gilt dabei sowohl für das vorstrukturierte Standarddepot als auch für das freie Altersvorsorgedepot, bei dem Anleger ihre Investments eigenständig zusammenstellen.

Trade-Republic-Mitgründer Christian Hecker zur Stoßrichtung des Unternehmens: "Deutschland gehört mit dem neuen Altersvorsorgedepot weltweit zur Spitze bei der geförderten privaten Altersvorsorge." Entscheidend sei jetzt, dass diese Förderung auch wirklich bei den Menschen ankomme und "nicht in hohen Gebühren bei Banken und Versicherungen hängenbleibt".

Trade Republic spielt inzwischen oben mit

Trade Republic betreut europaweit mehr als zehn Millionen Kund:innen, davon über fünf Millionen in Deutschland, und verwaltet ein Kundenvermögen von mehr als 150 Milliarden Euro. Damit ist der einstige Nischenanbieter längst zur ernsthaften Bedrohung für klassische Geldhäuser geworden – und hat gerade bei jungen Kundengruppen spürbare Abflüsse ausgelöst.

Direkte Rivalität mit Scalable Capital

Das neue Angebot ist auch als direkte Antwort auf den Konkurrenten Scalable Capital zu verstehen, der als erster Neobroker Eckdaten für ein Selbstentscheider-Depot vorgelegt hatte. Scalable wirbt ebenfalls mit einem Gratismodell für bestimmte Produkte und einem sogenannten Renten-Bonus, bei dem Fondsgebühren reinvestiert werden. Für das Standarddepot fallen dort jedoch laufende Produktkosten von bis zu 0,15 Prozent pro Jahr an.

Etablierte Banken unter Druck

Während Neobroker mit Kampfpreisen jonglieren, kalkulieren klassische Institute spürbar teurer: Die Deutsche Bank etwa plant ein Standarddepot, bei dem die jährlichen Kosten nach einer zweijährigen Günstigphase von 0,1 Prozent auf 0,28 Prozent steigen, und für das beratungsintensivere Modell werden 0,99 Prozent pro Jahr fällig. Die Dekabank, Fondslieferant der Sparkassen, veranschlagt für ihr Standardprodukt 0,1 Prozent jährlich.

Dass sich die Branche trotz des erbitterten Preiskampfs nicht aus dem Rennen zurückzieht, zeigt eine Erhebung der DWPBank: Über 90 Prozent der befragten 88 Institute planen demnach ein eigenes Altersvorsorgedepot anzubieten. Kundenbindung und das Potenzial für Folgegeschäfte werden dabei höher bewertet als die kurzfristige Wirtschaftlichkeit.


Was Sparer erwarten können

Ab 2027 fördert der Staat Einzahlungen in das Altersvorsorgedepot mit bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr; für jedes Kind kommen bis zu 300 Euro hinzu. Förderfähig sind Beiträge zwischen 120 und 1.800 Euro jährlich, und Kapitalerträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei. Wer bislang einen Riester-Vertrag besitzt, kann ins neue System wechseln und bereits angespartes Guthaben mitnehmen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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