Eltern aufgepasst
Stiftung Warentest prüft Kinder-Sonnencremes: Diese Discounter-Produkte schützen am besten
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Hitzewelle in Deutschland: Warum die Temperaturen zur Gefahr werden (17. Juni)
Videoclip • 01:33 Min • Ab 12
Ein Sonnencreme-Test überrascht mit einem klaren Ergebnis: Die beiden günstigsten Produkte im Test teilen sich den Sieg. Doch es gibt auch Schattenseiten.
Das Wichtigste in Kürze
Gute Nachricht für Eltern: Wirksamer Sonnenschutz für Kinder muss nicht teuer sein.
Die Stiftung Warentest kürte ausgerechnet die beiden günstigsten Produkte zu Testsiegern.
Allerdings: Fünf der 23 getesteten Mittel fielen komplett durch, weil sie den versprochenen Schutzfaktor nicht einhalten.
Eltern können aufatmen: Wirksamer Sonnenschutz für den Nachwuchs muss kein Vermögen kosten. Das belegt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest, die 23 Sonnenschutzmittel für Kinder auf den Prüfstand stellte. Die Überraschung: Ausgerechnet die beiden preiswertesten Produkte sichern sich gemeinsam die Spitzenposition.
Mit jeweils der Note 1,7 überzeugen ein Sonnenspray von Lidl für 2,60 Euro pro 100 Milliliter und das Tabaluga-Produkt für 2,54 Euro die Tester:innen vollständig. Insgesamt 14 der 23 geprüften Mittel schneiden mit "gut" ab – Eltern haben also eine breite Auswahl an verlässlichen Produkten.
Doch die Untersuchung offenbart auch ernste Mängel: Fünf Sonnenschutzmittel rasseln mit "mangelhaft" durch, weil sie den versprochenen Lichtschutzfaktor nicht einhalten. Ein Problem, das Kinderhaut gefährlich ungeschützt lassen kann. Hitze kann aber auch für andere Personengruppen zu einer großen Gefahr werden – mehr Informationen dazu gibt es hier!
Die Top-Produkte im Überblick:
Testsieger (Note 1,7): Cien Sun Kids Sonnenspray (Lidl) – 2,60 Euro/100 ml
Testsieger (Note 1,7): Sonnenspray für Kinder Sensitiv (Tabaluga) – 2,54 Euro/100 ml
Note 1,8: Sunozon Kids Sonnenmilch (Rossmann) – 2,65 Euro/100 ml
Note 1,8: Sundance Kids Sensitiv Sonnenspray (dm) – 3,13 Euro/100 ml
Bedenklich stimmt allerdings: Fast alle Produkte enthalten Substanzen, die beim Baden in Gewässer gelangen und dort Umweltprobleme verursachen können. Besonders kritisch sehen die Warentester:innen den Stabilisator EDTA, der sich nur schwer aus Abwasser herausfiltern lässt – sechs Sonnenschutzmittel führen ihn in der Inhaltsstoffliste.
Auch in den News:
Weichmacher in den Produkten?
In drei Produkten entdeckten die Prüfer zudem Spuren des Weichmachers DnHexP, der in der EU in Kosmetik verboten ist, weil er als fortpflanzungsschädigend gilt. Immerhin: Von den gemessenen Konzentrationen gehe kein unmittelbares Gesundheitsrisiko aus, ordnen die Tester:innen ein. Die betroffenen Produkte erhielten jeweils die Note "ausreichend".
Ein praktischer Tipp der Experten: Kindersonnencreme eignet sich auch für Erwachsene – besonders für Menschen mit Duftstoffallergie, da viele Kinderprodukte auf Duftstoffe verzichten. Umgekehrt gilt: Ist gerade keine spezielle Kindersonnencreme zur Hand, schützt auch eine herkömmliche Sonnencreme die Kleinen zuverlässig.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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