Reisende aufgepasst
Droht der Sommer-Reisekollaps? Kerosin-Krise bedroht Urlaubsflüge
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Geht Europa bald das Kerosin aus?
Videoclip • 01:59 Min • Ab 12
Pünktlich zur Hauptreisezeit könnte Flugzeugtreibstoff in Europa knapp werden. Ticketpreise explodieren, erste Airlines streichen Verbindungen. Was das für Urlauber:innen bedeutet.
Das Wichtigste in Kürze
Der Iran-Krieg hat die Kerosin-Versorgung Europas erschüttert – die Preise haben sich bereits verdoppelt.
In sechs Wochen könnte der Treibstoff knapp werden.
Erste Airlines streichen Flüge, Millionen Urlauber:innen bangen um ihre Sommerreise.
Die Sommerferien stehen vor der Tür, doch statt entspannter Urlaubsvorfreude herrscht Alarmstimmung in der Luftfahrtbranche: Deutschland und weiten Teilen Europas könne schon bald der Flugzeugtreibstoff ausgehen. Der Luftverkehrsverband warnt eindringlich vor massiven Engpässen, die das gesamte Tourismusökosystem treffen könnten.
Preisschock bei den Tickets?
Die Kerosinpreise haben sich seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran bereits mehr als verdoppelt. Für Flugreisende bedeutet das: Die Ticketkosten werden stark anziehen.
Der Ökonom Gabriel Felbermayr, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, erwartet deutlich höhere Kosten für Reisende. Seine Prognose: Wenn die Nachfrage sinkt, wird auch das Angebot zurückgehen – einzelne Flugverbindungen könnten entfallen, weil sie sich nicht mehr rechnen würden.
Auch in den News:
Airlines reagieren mit Streichungen
Die Fluggesellschaften haben bereits begonnen, Konsequenzen zu ziehen. Laut einer Umfrage der "Bild-Zeitung" prüfen die Airlines ihre Verbindungen und entwerfen Krisen-Szenarien. Konkrete Absagen von Ferienflügen gab es zwar bislang nicht, doch manche Airlines haben bereits unrentable Flüge aus dem Programm genommen.
Besonders drastisch reagierte die Lufthansa: Der Konzern nimmt 27 Maschinen der Regionaltochter Cityline sofort aus dem Verkehr – Flugzeuge mit besonders ungünstigen Verbrauchswerten. Dies hinterlässt erhebliche Lücken im Zulieferverkehr zu den Drehkreuzen Frankfurt und München.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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