Stau vor Schiffsübergang

Per Millionenzahlung durch den Panamakanal: Behörde wehrt sich gegen Gerücht

Veröffentlicht:

von Marie-FInn Bruker

:newstime

Trump will Freifahrt für US-Schiffe durch Panama (27. April 2025)

Videoclip • 59 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Stau vor dem Panamakanal: In der Durchfahrt der Wasserstraße reiht sich die Warteschlange an Schiffen. Nun soll ein Erdgas-Tanker vier Millionen Dollar für schnelleren Transit bezahlt haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Reederei soll Millionen gezahlt haben, um die Wartezeit am Panamakanal zu umgehen.

  • Die Behörde des Kanals verweist auf die aktuelle Situation der weltweiten Handelswege.

  • Bisher durchquerten den Kanal mehr Schiffe als noch 2025.

In Folge des Kriegs im Iran sind zahlreiche Handelswege gestört, in der Straße von Hormus stauen sich die Schiffe. Auf Alternativrouten wie dem Panamakanal kommt es verstärkt zu Verkehr. Die Reederei eines LNG-Tankers soll nun einen Millionenbetrag bezahlt haben, um den Durchgang schneller zu passieren.

Auch in den News:

- Anzeige -
- Anzeige -

Verschiebungen im Transportverkehr sorgen für Stau

Vier Millionen Euro soll das für den Gastanker zuständige Schiffsunternehmen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg bezahlt haben. Diese Summe habe die verantwortliche Kanalbehörde derzeit nicht bestätigt.

Ein Vertreter nahm vergangenen Donnerstag (16. April, Ortszeit) zu der Millionensumme Stellung. Bei der Auktion handle es sich nicht um eine festgelegte Gebühr der Passage. Der enorme Einsatz für den Vortritt des Gastankers verdeutliche aber die derzeitige Situation des weltweiten Transportmarkts.

Faktoren wie die Dringlichkeit der Kund:innen, Frachtraten, Treibstoffpreise und die weltweite Angebots- und Nachfragesituation würden die Auktionswerte maßgeblich beeinflussen, so die Behörde. Auktionen seien nur einer von mehreren Wegen, um sich ‌einen Transitplatz zu sichern.

Mehr Schiffe im Vergleich zum Vorjahr

Durch den Krieg im Iran sind die Handelsströme gestört. Viele Käufer:innen suchen Alternativen, die Exporte der USA nach Asien und in andere Regionen steigen an. Wie die Behörde des Panamakanals betont, laufe der Betrieb trotz dieser Schwankungen im Welthandel weiterhin zuverlässig.

In der ersten Hälfte von 2026 verzeichnete der Panamakanal einen Transitanstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gab es 6.288 Durchfahrten, der Tagesdurchschnitt im Januar lag bei 34 Schiffen.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur Reuters

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken