Naher Osten
Trump sieht Durchbruch im Iran-Konflikt - Einigung rückt näher
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von Max Strumberger:newstime
NATO-Aus? Trump beklagt mangelnde Hilfe
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US-Präsident Donald Trump sieht die Chance auf ein Ende des Konflikts mit dem Iran und einer Entspannung im Libanon.
Das Wichtigste in Kürze
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten sich bald entschärfen.
US-Präsident Donald Trump spricht von großen Fortschritten in den Verhandlungen und stellt eine mögliche Einigung in Aussicht.
Diese könnte nicht nur den Konflikt, sondern auch die Energiepreise beeinflussen.
Eine Einigung der USA mit dem Iran zur Beendigung des Krieges rückt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump näher. "Der Iran will ein Abkommen schließen, und wir kommen sehr gut mit ihnen aus", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten am Weißen Haus. Die Verhandlungsdelegationen könnten sich möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen. Er sei sich nicht sicher, ob die Waffenruhe mit dem Iran verlängert werden müsse. Eine positive Zwischenbilanz zog Trump auch nach der am Donnerstag vereinbarten Feuerpause im Libanon, wo Israel die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz bekämpft.
Seit dem 8. April gilt eine zweiwöchige Feuerpause zwischen dem Iran und den USA. Die USA blockieren allerdings den Schiffsverkehr von und zu iranischen Häfen. Die Islamische Republik ihrerseits droht mit Angriffen auf Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen. Durch die Meerenge wird ein Fünftel der globalen Ölexporte transportiert. Die Unterbrechung der Lieferketten für Öl und Gas hat weltweit zu steigenden Energiepreisen geführt und Trump auch innenpolitisch unter Druck gesetzt. Israels Offensive im Libanon begann am 2. März, nachdem die vom Iran unterstützte Hisbollah, um Teheran beizustehen, das Feuer auf Israel eröffnet hatte.
Trump: Iran verzichtet für 20 Jahre auf Atomwaffen
Trump sprach von großen Fortschritten in den Verhandlungen mit dem Iran. Die Islamische Republik sei jetzt zu Zugeständnissen in Fragen bereit, die sie vorher noch abgelehnt habe. Der Iran habe angeboten, für über 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. Wenn es zu einer Einigung komme, werde der Ölpreis fallen und die Inflation schrumpfen, zeigte sich der Präsident zuversichtlich.
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Trump will israelisch-libanesisches Spitzentreffen
Mit Blick auf den Libanon sagte Trump, auch die Hisbollah falle unter die Feuerpause. In den kommenden ein bis zwei Wochen könnten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der libanesische Präsident Joseph Aoun zu einem Treffen ins Weiße Haus kommen. Er habe bei der Bekanntgabe der Feuerpause mit beiden Seiten gesprochen und arbeite an einem längerfristigen Abkommen. "Ich denke, wir werden ein Abkommen haben, bei dem es zu einem Treffen kommt, dem ersten seit 44 Jahren", sagte Trump.
Netanjahu bestätigte die Feuerpause, beharrte aber auf einer Zerschlagung der Hisbollah. Er kündigte an, Israel werde eine umfassende Sicherheitszone im Südlibanon einrichten. Trump habe ihm zudem versichert, dass er entschlossen sei, die Blockade der Straße von Hormus fortzusetzen und die nuklearen Fähigkeiten des Iran zu zerstören.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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