Love Scammer

Online-Liebesbetrug im Greifswalder Umland: Frau verliert 226.000 Euro

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

Betrugsmasche im Netz – eine Seniorin aus Mecklenburg-Vorpommern fiel auf falsche Liebesbekundungen herein.

Bild: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn


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Love Scamming in Mecklenburg-Vorpommern: Eine 74-Jährige aus dem Greifswalder Umland verlor über 226.000 Euro an einen Betrüger, der online eine Beziehung zu ihr aufgebaut hatte. Was hinter der Masche steckt – und wie man sich schützt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kontakt lief von Dezember 2025 bis Mai 2026 über soziale Netzwerke.

  • Bereits nach einem Monat folgten erste Geldforderungen.

  • Die Kriminalpolizei Neubrandenburg hat Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

Eine 74-jährige Frau aus dem Greifswalder Umland ist Opfer von sogenanntem Love Scamming geworden und hat dabei einen finanziellen Schaden von über 226.000 Euro erlitten. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Montag mitteilte.

So funktioniert Love Scamming

Bei der Betrugsmasche nehmen Täter:innen meist über soziale Netzwerke oder Partnerbörsen Kontakt zu alleinstehenden Personen auf. Ziel ist es, durch das Vortäuschen von Gefühlen eine emotionale Abhängigkeit zu erzeugen bis das Opfer schließlich Geld überweist. Sobald die Zahlungen ausbleiben oder der Betrug auffliegt, wird der Kontakt abrupt abgebrochen.

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74-Jährige aus Greifswalder Umland monatelang manipuliert

Im konkreten Fall kontaktierte ein bislang unbekannter Tatverdächtiger die Frau erstmals im Dezember 2025 über ein soziales Netzwerk. Es entwickelte sich ein intensiver schriftlicher Austausch, der bis Mitte Mai 2026 andauerte. Bereits nach einem Monat bat der Unbekannte um Geld – angeblich für Telefonkosten, da er sich im Ausland befinde. Die Geschädigte schickte daraufhin Bargeld per Post oder kaufte ihm mehrfach Guthabenkarten eines großen Elektronikherstellers. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 226.000 Euro.


So schützt man sich vor Online-Liebesbetrug

Die Polizei rät, grundsätzlich auch auf Nachfrage kein Geld an Personen zu überweisen, die man nicht persönlich kennt oder schon einmal getroffen hat. Wer online um Geld gebeten wird, sollte immer misstrauisch bleiben und die Forderung kritisch hinterfragen. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, Vertrauten davon zu erzählen oder direkt die Polizei zu kontaktieren. Gleichzeitig ist es anzuraten, alles Chatverläufe und E-Mails zum Beispiel mit Screenshots zu sichern und Anzeige zu erstatten.


Verwendete Quellen:

Pressestelle Polizeipräsidium Neubrandenburg

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