Bis zu 600 Euro für Hundekot
Kassel, Hanau, Rüsselsheim: Hessen verschärft Bußgelder für Müllsünder
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von dpaFür das achtlose Wegwerfen von Zigarettenkippen werden in einigen Städten Hessens hohe Bußgelder fällig.
Bild: Fabian Sommer/dpa
Wer in Hessen Müll achtlos entsorgt, riskiert hohe Bußgelder. Die Gemeindem haben die Strafen zuletzt drastisch verschärft und setzen die neuen Regeln mit verstärkten Kontrollen durch.
Das Wichtigste in Kürze
Rüsselsheim verlangt für weggeworfene Dosen oder Taschentücher 25 Euro.
In Hanau stiegen einzelne Bußgelder um mehr als 230 Prozent.
Kontrolliert wird auch in ziviler Kleidung.
Auch wenn sich die Verursacher:innen oft nur schwer ermitteln lassen - für illegal entsorgte Abfälle können in Hessens Städten hohe Bußgelder fällig werden. So bittet die Stadt Rüsselsheim Abfallsünder:innen, die dingfest gemacht werden, für das achtlose Wegwerfen von Taschentüchern oder Getränke-Dosen mit 25 Euro zur Kasse.
Teurer wird es bei größeren Vergehen: Wenn Sperrmüll, Autoreifen, Müllsäcken oder Bauschutt nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, werden je nach Umfang mindestens 150 Euro fällig. Bei illegaler Entsorgung von Sonderabfällen wie Altöl oder Nachtspeicheröfen verhängt die Stadt noch deutlich höhere Geldbußen - und verlangt auch die Entsorgungskosten durch den Städteservice oder einen zertifizierten Fachbetrieb zurück.
Kassel: bis zu 5.000 Euro Geldbuße
Auch in Kassel müssen sich Müllsünder:innen teils auf empfindliche Geldbußen einstellen. Wenn die Verursacher:innen ermittelt werden können, müsse sie die Kosten für die Abfallentsorgung sowie eine Verwaltungsgebühr bezahlen, erklärt die Stadt Kassel. Es drohen Geldbußen von bis zu 5.000 Euro.
600 Euro für Hundekot in Hanau
In Hanau werden Müll-Vergehen wie das Wegwerfen von Kippen und Hinterlassen von Hundekot seit Februar deutlich schärfer geahndet - die Geldbußen wurden in einzelnen Fällen um mehr als 230 Prozent erhöht. Für weggeworfene Zigarettenkippen oder Kaugummis werden nun 120 Euro fällig (zuvor 75 Euro), das Füttern von Tauben kostet nun 200 Euro statt 75 Euro.
Wer Hundekot im öffentlichen Raum liegen lässt und erwischt wird, muss in Hanau 400 Euro zahlen – zuvor waren es 120 Euro. Auf Spielplätzen oder anderen sensiblen Flächen stieg das Bußgeld sogar von 200 auf 600 Euro. Begleitet wird die Erhöhung durch mehr Kontrollen der Hanauer Stadtpolizei – sowohl uniformiert als auch in ziviler Kleidung.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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