Tarifkonflikt

Baden-Württemberg: Casinos werden bestreikt

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Spielsucht: Männer besonders anfällig

Videoclip • 01:42 Min • Ab 12


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Mehr als 500 Beschäftigte der Spielbanken in Baden-Württemberg kämpfen seit Samstag mit Warnstreiks für bessere Konditionen. Der Casino-Betrieb an allen drei Standorten kommt Verdi zufolge zumindest teilweise zum Erliegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Spielbanken in Baden-Württemberg zu Warnstreiks aufgerufen.

  • Der Ausstand begann am 30. Mai und soll bis zum 31. Mai dauern.

  • Betroffen sind die Spielbanken in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz.

Zum ersten Mal in der Geschichte der baden-württembergischen Spielbanken haben Beschäftigte bei einem Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Nach dem Beginn am Samstagnachmittag (30. Mai) sei spätestens am Abend mit deutlicheren Auswirkungen auf den Betrieb der Spielbanken in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz zu rechnen, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Frank Hawel, in Konstanz.

Der Warnstreik soll bis Betriebsende am frühen Sonntag gehen. Während Verdi von erheblichen Auswirkungen auf den Spielbetrieb ausgeht, teilte das Landesunternehmen mit: "Der Spielbetrieb ist am Samstag trotz des angekündigten Streiks in allen drei Häusern gemäß Glücksspielstaatsvertrag voraussichtlich gewährleistet."


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Verdi fordert 350 Euro Sockelbetrag

Der Arbeitgeber hatte nach Angaben von Verdi im September 2025 alle Tarifverträge gekündigt, darunter auch die betriebliche Gesundheitsförderung und den Altersvorsorgetarifvertrag. In zwei Gesprächsrunden zum ausgelaufenen Gehaltstarifvertrag sei es nicht gelungen, ein Ergebnis zu erzielen.

In den drei Spielbanken arbeiten über 500 Beschäftigte. Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde einen Sockelbetrag von 350 Euro plus drei Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2026.

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