Sparmaßnahmen
Reaktion auf Kerosin-Preis und Streiks: Lufthansa legt Cityline still
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Streikwelle bei der Lufthansa hält an
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Am Vortag feierte die Lufthansa noch 100 Jahre Bestehen – einen Tag später greift die Fluggesellschaft durch. Erste Flugzeuge sollen stillgelegt werden.
Die Lufthansa reagiert auf den massiven Kostendruck im Luftverkehr und greift zu massiven Maßnahmen. Wie der Konzern in einer Mitteilung erklärte, führten steigende Kerosinpreise und die Folgen der jüngsten Arbeitskämpfe dazu, dass Teile der Flotte vorzeitig aus dem Betrieb genommen werden müssten. Betroffen sind vor allem die Lufthansa selbst und ihre Regionaltochter Lufthansa Cityline, die zuletzt stark vom Streik des fliegenden Personals beeinträchtigt wurde.
Bereits ab diesem Samstag (18. April) plant die Lufthansa, sämtliche 27 älteren Regionaljets vom Typ Canadair CRJ bei der Cityline stillzulegen. Die Tochtergesellschaft soll nach Konzernangaben vollständig geschlossen werden. Die Maschinen stünden kurz vor dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit und verursachten im Vergleich hohe Betriebskosten. Man nehme gezielt besonders ineffiziente Flugzeuge aus dem Betrieb, um weniger Treibstoff am freien Markt einkaufen zu müssen.
Durch das Ausflotten der Jets könnten weitere Verluste der ohnehin defizitären Gesellschaft begrenzt werden. Den Beschäftigten seien laut Lufthansa bereits Anschlussbeschäftigungen angeboten worden.
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Doch auch die Kernmarke bleibt nicht verschont. Ende Oktober sollen nach Konzernplänen sechs Langstreckenflugzeuge vorerst am Boden bleiben. Dabei handele es sich um vier Airbus A340-600 sowie zwei Boeing 747-400. Der endgültige Abschied von den Jumbojets sei für das kommende Jahr vorgesehen. Zusätzlich wolle Lufthansa rund fünf Mittelstreckenflugzeuge aus dem Verkehr ziehen, um die Flotte weiter zu verschlanken.
Der Kerosinbedarf der Passagier-Airlines der Lufthansa Group sei laut Unternehmen zwar zu rund 80 Prozent abgesichert, liege damit aber über dem Branchendurchschnitt.
Finanzvorstand Till Streichert bezeichnete die Schritte als unumgänglich. "Die aktuelle Krise zwingt uns, diese Maßnahme nun früher umzusetzen." Es würden Maßnahmen umgesetzt, die ohnehin geplant gewesen seien – nun jedoch früher als vorgesehen. Mit den Betriebspartnern der Cityline wolle Lufthansa nun Gespräche über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufnehmen. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo hätten die bislang angebotenen Konditionen für das fliegende Personal allerdings als unzureichend kritisiert.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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