Rekord-Anstieg

Versand für Briefe und Pakete wird teurer – Deutsche Post erhöht Preise

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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DHL: Tägliche Briefzustellung nicht mehr wirtschaftlich (11. Mai)

Videoclip • 01:05 Min • Ab 12


Das Verschicken von Briefen und Paketen wird schon wieder teurer – und der Anstieg ist so hoch wie noch nie. So viel wird das Porto vermutlich bald für einen Brief kosten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Porto eines Standardbriefs könnte bald 1,14 Euro kosten.

  • Die neuen Preise gelten für die Jahre 2027 und 2028.

  • Auch der Versand von Paketen wird teurer.

Wer in Deutschland zukünftig einen Brief verschicken möchte, muss mit höheren Kosten rechnen. Der Preis für das Briefporto soll so stark steigen wie noch nie – auf mehr als einen Euro. Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Post erlauben, das Porto für Briefe und Postkarten ab Januar 2027 im Schnitt um bis zu 20,35 Prozent zu erhöhen. Die neuen Porti gelten für die Jahre 2027 und 2028.

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Deutsche Post entscheidet über genauen Preis

Welche Briefart wie teuer wird, entscheidet die Post später selbst. Wendet die Post die Erhöhung auf alle Briefarten gleich an, kostet ein Standardbrief dann ab Januar 1,14 Euro. Die Post kann aber beispielsweise auch in 5-Cent-Schritten vorgehen, dann werden es 1,10 oder 1,15 Euro. Dafür wird der Preis in einer anderen Briefart etwas erhöht oder gesenkt, um insgesamt dennoch auf den Durchschnittswert zu kommen.

Bisher kostet ein Standardbrief 95 Cent. Auch die möglichen Preiserhöhungen waren früher niedriger: 2022 hatte der durchschnittliche Preisaufschlag 4,6 Prozent betragen und 2025 war mit 10,48 Prozent der bisherige Höchstwert erreicht worden. In der Vergangenheit hat die Post immer die volle Preiserhöhung genutzt.


Versandkosten für Pakete steigen

Ebenfalls steigen Kosten für den Versand von Paketen. Die Bundesnetzagentur erhöht für die nächsten beiden Jahre den Preisspielraum für die Porti für Pakete und für Geschäftskunden-Sendungen, also Post von Firmen und Behörden. Bei den Paketen steigt das maximale Porto um 10,72 Prozent und bei der Geschäftskunden-Post um 20,35 Prozent.

Versand im Ausland noch teurer

Auch wenn das Versenden von Paketen und Briefen bald spürbar teurer wird, ist der Versand im Vergleich zu den Nachbarländern noch relativ günstig. So kostet bespielsweise das Porto für einen Standardbrief in Frankreich bereits 1,52 Euro – und soll zum Jahreswechsel auf 1,67 Euro steigen.


In Deutschland werden immer weniger Briefe verschickt. Behörden und Firmen stellen zunehmend auf digitale Kanäle um. "Wenn die Kosten unter anderem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung auf weniger Briefe zu verteilen sind, steigen die Preise", sagt der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller.

Deutsche Post will verantwortungsvoll erhöhen

Die Deutsche Post verweist auf die deutlich gestiegenen Kosten für Löhne, Energie und Materialien hin. Die Post möchte mit dem eingeräumten Spielraum bei der Erhöhung der Porto-Preise verantwortungsvoll umgehen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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