Pferdchen begeistert
Geschecktes Fohlen für 75.000 Euro von Brandenburg nach Dubai verkauft
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Privatzoo züchtet Kreuzung aus Tiger und Löwe (15. Juli)
Videoclip • 01:05 Min • Ab 12
Menschen, die das Tigerschecken-Hengstfohlen sehen, fällt laut dem Züchter die "Kinnlade auf den Boden". Einem Käufer aus Dubai war das Pferdchen aus Brandenburg 75.000 Euro wert.
Eine süße Laune der Natur: J-Nimon K, ein Tigerschecken-Hengstfohlen aus Fehrbellin in Brandenburg, ist so ein Fall. Das Muster seines Fells erinnert mal an einen Dalmatiner, mal an ein Zebra, mal an eine Giraffe – und hat im Netz bereits für eine Welle der Begeisterung gesorgt. Videos des kleinen Tieres gehen viral, Pferdefans überall reagieren auf die eigenwillige Schönheit des Jungtiers mit offenen Mündern.
Vom Ruhm des kleinen Tieres ließ sich rasch finanziell profitieren: Bei einer Versteigerung in Wien wechselte J-Nimon K für stattliche 75.000 Euro den Besitzer. Der neue Eigentümer kommt aus Dubai.
Aktuell lebt das rund fünf Monate alte Tier noch bei seiner Mutter, von der es in wenigen Wochen getrennt wird. Ob es danach direkt in den Nahen Osten zu seinem neuen Besitzer reist oder zunächst in einem europäischen Gestüt ausgebildet wird, ist noch offen.
Auch in den News:
"Kinnlade auf den Boden"
Züchter Steffen Krehl aus Fehrbellin schildert die Reaktionen der Menschen, die J-Nimon K zum ersten Mal zu Gesicht bekommen, euphorisch: Wer J-Nimon K zum ersten Mal sehe, dem falle die "Kinnlade auf den Boden". Und selbst unter Artgenossen sorgte das Fohlen für Staunen – auch die anderen Pferde im Stall reagierten auf den ungewöhnlichen Neuzugang mit sichtlicher Verwunderung.
Krehl selbst beschreibt seinen ersten Moment mit dem Fohlen als kurios: Als er das Tier zum ersten Mal im Gras liegen sah, habe er kurz an einen Hund gedacht.
Pferdchen im Zebra-Look: Steffen Krehl präsentiert sein Fohlen J-Nimon K stolz im Stall.
Bild: Sven Kaeuler/dpa
Die Schecke kommen vom Vater
Hinter dem außergewöhnlichen Aussehen steckt ein gezielter Zucht-Versuch – mit einem glücklichen Ausgang. Krehl entdeckte den niederländischen Hengst Genius im Hengstkatalog und entschied sich für eine Besamung. Genius gilt unter Züchter:innen wegen seiner besonderen Zeichnung als gefragter Deckhengst – doch dass die Schecke des Vaters tatsächlich auf das Fohlen überspringen würde, war keine Selbstverständlichkeit. Normalerweise setzt sich beim Schimmelfarbton die Genetik durch, erst danach kommt die Scheckenzeichnung. Mehrere Bekannte Krehls hatten denselben Hengst eingesetzt und bekamen schlichte Schimmel oder Braune.
Das zebrahaft gescheckte Fohlen J-Nimon K wurde bei einer Pferdeauktion in Wien für 75.000 Euro nach Dubai verkauft.
Bild: Sven Kaeuler/dpa
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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