Erneute Eskalation

Neue Iran-Angriffe: Ölpreis reagiert auf gegenseitige Militärschläge – und klettert wieder

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

:newstime

USA drohen dem Iran mit "Wirtschaftskrieg" (25. August)

Videoclip • 39 Sek • Ab 12


Eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs zeichnet sich nicht ab, stattdessen gibt es neue gegenseitige Angriffe. Dies wirkt sich auch auf den Rohölpreis aus.

Die Ölpreise reagieren am Montag (31. August) auf die jüngsten gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran mit einem Preisanstieg. Um eineinhalb Prozent hat der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November zugelegt. Jetzt kostet ein Barrell etwa 90,77 US-Dollar. Im frühen Handel sah es nach einer noch stärkeren Verteuerung aus: Da erreichte der Preis fast 91 US-Dollar – so viel wie seit einer Woche nicht mehr.

Das Handelshaus Pepperstone schätzt, dass die neuen Militärschläge die Chance für eine diplomatische Beilegung des Iran-Kriegs verringert haben. Zum ersten Mal seit Ende Juli, als die Straße von Hormus erneut gesperrt wurde, attackierten US-Streitkräfte wieder Ziele der Islamischen Republik. Verschiedene Medien berichteten unter Berufung auf einen US-Beamten, dass zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der Straße von Hormus attackiert wurden. Daraufhin antwortete der Iran mit Vergeltungsangriffen auf US-Stützpunkte.

Auch in den News:

"Wenig Neigung" zum Hochtreiben des Preises

Allerdings schätzen die Expert:innen die Reaktion am Ölmarkt als überschaubar ein. "Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es wenig Neigung zu geben, den Rohölpreis signifikant nach oben zu treiben", heißt es in der Einschätzung.

Im Frühjahr, nach Ausbruch des Krieges, sah die Lage noch gänzlich anders aus. Über 120 Dollar pro Barrel kostete Rohöl der Sorte Brent in der Spitze. Im Laufe des Jahres fielen die Preise auf bis zu 70 Dollar. Nachdem auch weiterhin keine Verhandlungslösung in Sicht ist, zogen die Preise wieder an.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken