Krise
Schwerin: Rucksack-Hersteller Red Rebane insolvent - wie geht es weiter?
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
Insolvente Baumarkt-Kette wird zerschlagen
Videoclip • 01:07 Min • Ab 12
Der bekannter deutscher Rucksack-Hersteller Red Rebane ist insolvent. Die Produktion wurde gestoppt, Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Hinter der Krise: Hohe Kosten, Corona-Schulden und eine günstige Konkurrenz.
Das Wichtigste in Kürze
Red Rebane ist insolvent und hat die Rucksack-Produktion eingestellt.
Die zuletzt vier Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze.
Hohe Kosten, Corona-Schulden und günstige Konkurrenz belasteten das Unternehmen.
Der Schweriner Taschen- und Rucksackhersteller Red Rebane ist insolvent. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. August 2026 beim Amtsgericht Schwerin eröffnet. Die Produktion von Taschen und Rucksäcken ist bereits eingestellt, die zuletzt noch vier Beschäftigten verlieren ihre Jobs, wie die "Bild" berichtet".
Seit 2012 fertigte das Unternehmen hochwertige Taschen sowie Wander- und Fahrradrucksäcke in Handarbeit. Als Gründe für die wirtschaftlichen Probleme nennt Red Rebane vor allem stark gestiegene Material-, Energie- und Personalkosten sowie den Fachkräftemangel.
Red Rebane: Kein kompletter Abschied
Zusätzliche Belastungen entstanden während der Corona-Pandemie. Damals produzierte das Unternehmen Stoffmasken, die nach der Einführung strengerer FFP2-Vorgaben kaum noch verkauft werden konnten. Dafür aufgenommene Kredite konnten später offenbar nicht mehr ausreichend bedient werden.
Auch günstigere Nachahmerprodukte machten dem Hersteller zu schaffen. Die in Deutschland gefertigten Originalprodukte konnten preislich zunehmend schwer mithalten. Komplett verschwinden soll Red Rebane dennoch nicht. Bootsverdecke und Schutzabdeckungen sollen weiterhin in Deutschland produziert werden. Auch die Fahrrad-Ladefläche "Easy-Exo" soll weiter vertrieben werden.
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Verwendete Quellen:
BILD: "Bekannter Rucksack-Hersteller insolvent"
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