Kryptowährung
Bitcoin stürzt ab – Anleger zwischen Zweifel und Hoffnung
Aktualisiert:
von Nadine von Parseval:newstime
Bitcoin in 20 Jahren: Studie mit überraschendem Ergebnis (11. August)
Videoclip • 01:24 Min • Ab 12
Der Preis von Bitcoin ist stark gefallen. Was hat den Absturz ausgelöst, und warum geben viele Menschen immer noch nicht auf?
Das Wichtigste in Kürze
Beim Bitcoin gab es einen Preisverlust von fast 40 Prozent seit Oktober 2025 – von über 120.000 US-Dollar auf rund 75.000 US-Dollar.
Handelskonflikt, Gewinnmitnahmen und reduzierte Bestände belasteten den Preis – Gold gewinnt dagegen an Attraktivität.
Expert:innen sind geteilter Meinung – alles ist möglich, von neuen Rekordhöhen bis zu weiteren Rückgängen.
Nach einem Rekordhoch im Herbst 2025 hat sich die Stimmung am Kryptomarkt deutlich verschlechtert. Innerhalb weniger Monate verlor der Bitcoin fast 40 Prozent seines Wertes.
Handelskonflikte, Gewinnmitnahmen und fehlende Impulse belasten die Kryptowährung – während Gold davon profitiert. Expert:innen sind sich uneinig, ob der Markt vor einer längeren Flaute steht oder ob sich bereits der nächste Aufschwung abzeichnet.
Vom Höhenflug zur Ernüchterung
Gegen Ende letzten Jahres lag der Bitcoin-Preis noch über 120.000 US-Dollar. Anfang Februar war er auf rund 75.000 US-Dollar gefallen – ein Rückgang von fast 40 Prozent. Zuvor hatten viele Anleger:innen auf weiter steigende Preise gesetzt. Rückenwind kam von Hoffnungen auf politische Unterstützung aus den USA und spekulativen Wetten, die durch Derivate und Kredite noch verstärkt wurden.
Die Trendwende folgte im Oktober mit der erneuten Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Die Unsicherheit nahm zu und riskante Positionen wurden geschlossen, insbesondere in Bitcoin. Finanzmarktexperte Christian W. Röhl erklärte gegenüber der "Bild": "Doch Bitcoin erlebte einen herben Rückschlag. Das Momentum war dahin, die Marktteilnehmer verunsichert."
Auch in den News:
Gold steigt, Bitcoin sucht neue Richtung
Zusätzlicher Druck kam von Unternehmen, die ihre Bitcoin-Bestände reduzieren mussten, nachdem sie zuvor stark investiert hatten. Zwar gibt es auch positive Signale, wie weitere Käufe von Strategy oder Zuflüsse in den Blackrock Bitcoin ETF, doch gibt es keine neuen Preistreiber.
"Katalysatoren für neue Bitcoin-Rally fehlen", erklärt Röhl. "Keine neuen regulatorischen Impulse, weniger spekulative Wetten. Das Narrativ vom digitalen Gold hat nicht gezündet."
Während der Bitcoin an Boden verlor, stieg Gold stark an – viele Marktteilnehmer:innen verlagerten ihre Investitionen. Was als Nächstes passiert, ist unklar: Die Prognosen reichen von neuen Rekordhochs bis zu drastischen Kursrückgängen.
"Niemand weiß, ob wir vor einem kryptischen Winter stehen oder vor der nächsten Rallye", warnt Röhl gegenüber der "Bild": "Aber an der Vision von dezentralem Geld, das sich nicht beliebig vermehren lässt, hat sich nichts geändert."
Verwendete Quellen:
Bild: "Für wen sich jetzt der Bitcoin-Einstieg lohnt"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Epstein-Skandal
Epstein-Komplizin Maxwell verweigert Aussage und fordert Begnadigung

Rentenansprüche sichern
Warum die Jahresmeldung zur Sozialversicherung 2025 so wichtig ist

Tourismuskrise in den USA
Trumps Politik lässt internationale Besucherzahlen in den USA einbrechen

Acht Produkte "mangelhaft"
Stiftung Warentest nimmt Olivenöl unter die Lupe: Nur vier "gut"

Nicht verpassen
Führerschein-Umtausch läuft: Welche Fristen gelten

Freiburger Gericht
Prozess: Mädchen aus Rulantica-Bad gelockt und missbraucht?
