Epstein-Skandal

Epstein-Komplizin Maxwell verweigert Aussage und fordert Begnadigung

Veröffentlicht:

von dpa

Ghislaine Maxwell galt als Jeffreys Epsteins rechte Hand.

Bild: Chris Ison/PA Wire/dpa


Der US-Kongress will von Ghislaine Maxwell Antworten zu Epsteins Netzwerk. Doch daraus wird erst einmal nichts.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ghislaine Maxwell verweigert im Kongress die Aussage und beruft sich auf den fünften Verfassungszusatz.

  • Ihr Anwalt nennt die Anhörung "politisches Theater" und warnt vor strafrechtlicher Selbstbelastung.

  • Maxwell sitzt wegen Beihilfe zu Sexualverbrecher Epsteins Taten eine 20-jährige Haftstrafe ab.

Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell hat nach Angaben des Vorsitzenden des zuständigen Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses, James Comer, vor dem Kongress die Aussage verweigert. Sie habe "wie erwartet" von ihrem Recht des fünften Zusatzartikels Gebrauch gemacht und keine Fragen beantwortet, sagte der Republikaner nach einer entsprechenden Anhörung. Der fünfte Zusatzartikel der US-Verfassung sieht unter anderem vor, dass niemand in einem Strafverfahren zur Aussage gegen sich selbst gezwungen werden darf.

Comer betonte, dass er "nichts darüber wisse", dass Maxwell unter Druck gesetzt worden sei, um keine Fragen zu beantworten. Medien zufolge war Maxwell per Video zugeschaltet worden.

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Maxwell zu 20 Jahren Haft verurteilt

Maxwell wurde im Jahr 2022 verurteilt. Als langjährige Vertraute von Jeffrey Epstein soll sie ihm Mädchen und junge Frauen zugeführt haben. Sie verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe und sitzt Medien zufolge in einem Gefängnis in Texas.

Maxwells Anwalt David Oscar Markus hatte bereits am 20. Januar in einem Schreiben an Ausschusschef Comer erklärt, seine Mandantin werde die Aussage verweigern. Zur Begründung verwies der Anwalt auf laufende juristische Verfahren.

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Anwalt: Anhörung ist ein "politisches Theater"

Eine Aussage unter Eid würde Maxwells verfassungsrechtliche Ansprüche gefährden und sie strafrechtlich belasten, so Markus. Eine Anhörung unter diesen Umständen wäre "politisches Theater und eine komplette Verschwendung von Steuergeldern".

Der Anwalt stellte in Aussicht, Maxwell wäre im Falle einer Begnadigung bereit, öffentlich auszusagen. Ausschusschef Comer hatte zuletzt erklärt, Maxwells Aussage sei für die Untersuchungen des Kongresses zentral.

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