Missbrauchsring

Epstein-Skandal: Clintons wollen Schweigen vor US-Kongress brechen

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

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Clinton sagt nun doch zur Epstein-Affäre aus

Videoclip • 57 Sek • Ab 12


Kehrtwende im Epstein-Skandal: Bill und Hillary Clinton erklären sich überraschend bereit, vor dem US-Kongress auszusagen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bill und Hillary Clinton wollen im Epstein-Skandal nun doch vor dem US-Kongress aussagen – nach monatelanger Weigerung und juristischem Druck.

  • Mit dem Schritt kommen sie einem möglichen Verfahren wegen Missachtung des Kongresses zuvor.

  • Bill Clintons Name taucht in Epstein-Dokumenten auf, ein Fehlverhalten bestreitet er jedoch weiterhin.

Nach monatelanger Weigerung haben der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und seine Frau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, sich nun doch bereit erklärt, im Zuge der Aufarbeitung des Epstein-Skandals vor dem US-Kongress auszusagen. Mit diesem Schritt wollen sie einem drohenden Verfahren wegen Missachtung des Kongresses zuvorkommen, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

Einlenken nach juristischem Druck

Die Anwält:innen der Clintons teilten dem zuständigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses mit, dass das Ehepaar bereit sei, zu einvernehmlich vereinbarten Terminen persönlich und unter Eid auszusagen. Zuvor hatten sich die beiden Demokrat:innen monatelang geweigert, im US-Kongress zur Untersuchung des Falls des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein auszusagen, und warfen dem republikanischen Vorsitzenden des Aufsichtsausschusses, James Comer, vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben.

Die republikanische Führung hatte zuletzt bereits ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses gegen die Clintons angestoßen. Eine Verurteilung eines früheren US-Präsidenten in einem solchen Fall wäre einmalig gewesen.

Streit um Vorladungen und Reaktionen

Laut Angaben des Ausschusses sind die Clintons seit Monaten Vorladungen nicht nachgekommen. Auf der Plattform X hieß es, Bill und Hillary Clinton versuchten nach der Missachtung rechtmäßiger Vorladungen, mit einer Extrabehandlung einer möglichen Ahndung zu entgehen. "Die Clintons stehen nicht über dem Gesetz", hieß es weiter.

Der stellvertretende Stabschef von Bill Clinton widersprach diesem Vorwurf. Auf X erklärte er, der Ex-Präsident und seine Frau hätten in gutem Glauben verhandelt und bereits unter Eid offengelegt, was sie wüssten. Die Clintons seien bereit, persönlich zu erscheinen, und freuten sich darauf, "einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt".

Clinton in Epstein-Dokumenten

Bill Clintons Name und Bilder von ihm tauchten in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. In den im Dezember 2025 veröffentlichten Akten ist Clinton verhältnismäßig oft abgebildet – zum Beispiel beim Schwimmen im Pool mit Epsteins langjähriger Vertrauter Ghislaine Maxwell.

Eine Nennung in den Dokumenten bedeutet jedoch per se nichts. Der frühere Präsident hat ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft mit Epstein wiederholt bestritten. Ghislaine Maxwell sagte laut Protokoll aus, dass Clinton nie auf einer Karibikinsel von Epstein gewesen sei.

Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 kam Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis zu Tode, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Der Fall hat wegen Epsteins weitreichender Kontakte in die High Society für zahlreiche Spekulationen gesorgt. Im Dezember 2025 begann das US-Justizministerium mit der Veröffentlichung der ersten Akten, nachdem US-Präsident Donald Trump einem entsprechenden Gesetz zugestimmt hatte.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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