Rund 1.700 Passagiere
Virus auf Kreuzfahrtschiff "Ambition": ein Toter – niemand darf von Bord
Aktualisiert:
von dpa:newstime
Hantavirus auf "Hondius": Französin schwer erkrankt
Videoclip • 24 Sek • Ab 12
Etwa 1.700 Menschen sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff "Ambition" vor Bordeaux fest. An Bord geht ein Virus um, es gibt einen Toten.
Wegen einer Welle von Magen-Darm-Erkrankungen auf einem Kreuzfahrtschiff dürfen die rund 1.700 Passagier:innen und Crew-Mitglieder das im südwestfranzösischen Bordeaux eingelaufene Schiff nicht verlassen.
Mediziner:innen seien an Bord der "Ambition" gegangen, um die Lage zu bewerten und Proben zu nehmen, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden und die Präfektur mit. Nach Angaben des Kapitäns seien rund 50 Passagier:innen erkrankt. Wie die örtliche Zeitung "Sud Ouest" und weitere französische Medien berichteten, starb ein über 90 Jahre alter britischer Passagier.
Die französischen Behörden betonten, es gebe keinen Grund, einen Zusammenhang zwischen diesem Ausbruch an Bord des aus Belfast und Liverpool kommenden Kreuzfahrtschiffes und dem von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Schiff "Hondius" herzustellen.
Im Laufe des Mittwochs (13. Mai) wollten die Behörden über das weitere Vorgehen entscheiden, sobald erste Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die "Ambition" wollte eigentlich Kurs Richtung Spanien nehmen.
Die von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene "Hondius" hatte am Sonntag (10. Mai) den Hafen von Teneriffa angesteuert, wo die Passagier:innen evakuiert wurden. Derzeit sind elf bestätigte oder wahrscheinliche Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit der "Hondius" erfasst. Darunter sind auch die drei verstorbenen Passagier:innen, bei denen eine Infektion mit dem Hantavirus-Typ Andesvirus nachgewiesen wurde oder vermutet wird.
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