Spektakuläre Rallye
Goldpreis auf Rekordkurs: Unaufhaltsamer Anstieg setzt sich fort
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Ist Gold eine geeignete Geldanlage?
Videoclip • 02:17 Min • Ab 12
Das Edelmetallfieber treibt den Goldpreis auf neue Höchststände. Auch Donald Trumps Dollarkommentare befeuern weitere Kursgewinne.
Das Wichtigste in Kürze
Gold eilt von Rekord zu Rekord und legt seit Jahresbeginn rund 22 Prozent zu.
Ein schwacher Dollar und politische Spannungen treiben die Nachfrage nach dem Krisenmetall.
Auch Silber profitiert – und bleibt als Anlage und Industriemetall stark gefragt.
Der Goldpreisboom kennt kein Ende. Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum schwachen Dollar erreichte das Edelmetall am Mittwoch (28. Januar) ein weiteres Rekordhoch von 5.265 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Dies entspricht einem Anstieg von 1,6 Prozent im frühen Handel. Damit steuert Gold den achten Tag in Folge auf Kursgewinne zu.
Die Rallye hat in den letzten eineinhalb Wochen zu einem spektakulären Preisanstieg von knapp 700 Dollar oder fast 15 Prozent geführt. Seit Ende 2025 verzeichnet Gold ein Plus von etwa 22 Prozent, nachdem es bereits im Vorjahr um beeindruckende 65 Prozent gestiegen war.
Als entscheidender Auslöser für den jüngsten Kurssprung gilt eine Äußerung von Trump am Dienstagabend (27. Januar), wonach er wegen der aktuellen Dollar-Schwäche "nicht besorgt" sei. Diese Aussage führte zu einem weiteren Kursrückgang beim Dollar. Da Gold hauptsächlich in der US-Währung gehandelt wird, führen fallende Dollar-Notierungen in der Regel zu Kursgewinnen beim Edelmetall.
Auch in den News:
Auch Silber im Höhenflug
Auch Silber profitierte von Trumps Äußerungen und legte am Mittwochmorgen um weitere drei Prozent auf 115,50 Dollar zu. Damit blieb es allerdings unter seinem Rekordwert von 117,71 Dollar, der am Montag (26. Januar) nach einem Tagesanstieg von 14 Prozent erreicht wurde.
Mit einer Jahreswertsteigerung von fast 60 Prozent in 2026 und sogar knapp 150 Prozent im Jahr 2025 übertrifft Silber die ohnehin beeindruckende Performance von Gold deutlich.
Krisen und Konflikte als Preistreiber
Die Hauptgründe für den anhaltenden Boom bei Edelmetallen sind vielfältig. Expert:innen führen die jüngsten Gewinne unter anderem auf politische Spannungen zurück, wie die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland.
Zusätzlich reagieren viele Notenbanken, wie die chinesische und indische, mit verstärkten Goldkäufen auf strukturelle und politische Risiken sowie Sanktions- und Zollgefahren, wie Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management erklärt.
Sichere Häfen in unsicheren Zeiten
Edelmetalle, insbesondere Gold, gelten bei vielen Anleger:innen traditionell als "sichere Häfen" in Krisenzeiten. Daneben gewinnt Silber zunehmend an Bedeutung als wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Robotik und Energie benötigt wird.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat angesichts dieser Entwicklungen ihre Prognose für den Goldpreis Ende 2026 kürzlich auf 5.400 Dollar angehoben und sieht damit weiterhin Potenzial für steigende Kurse.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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