Poker um Arktisinsel
Trumps Außenminister Rubio kündigt an: Prozess für Lösung im Grönland-Konflikt beginnt
Veröffentlicht:
von Benedikt RammerUS-Außenminister Marco Rubio.
Bild: AP
Nach seinen immer schärfer werdenden Drohungen im Grönland-Konflikt ist der US-Präsident in der vergangenen Woche auf Kurswechsel gegangen. Inzwischen spricht vieles für eine Phase der Deeskalation. US-Außenminister Rubio erläutert nun den Stand der Dinge.
Dänemark, Grönland und die USA leiten nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio heute (28. Januar) einen Prozess ein, der zu einer Einigung im Grönland-Konflikt beitragen soll. Vertreter der Länder träfen sich auf technischer Ebene, sagte der Republikaner vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Details zu den Teilnehmer:innen oder dem Ort nannte er nicht. Man habe einen Prozess in Gang gesetzt, der zu einem guten Ergebnis für alle Seiten führen werde und heute beginne, betonte er.
Nach Rubios Worten soll dies so gestaltet werden, dass es nicht bei jedem Gespräch zu einem "Medienzirkus" kommt. Davon erhoffe man sich mehr Flexibilität, um ein positives Ergebnis zu erreichen. "Ich denke, wir werden das schaffen", gab sich Rubio optimistisch.
Trump beteuert: Keine Gewalt
Die Botschaft von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass er im Grönland-Konflikt doch keine gewaltsame Lösung anstrebe, bezeichnete Rubio als "bemerkenswert" und "wichtig". Zur Deeskalation hatte vergangene Woche auch beigetragen, dass Trump seine Drohung mit Strafzöllen gegen Dänemark, Deutschland und andere europäische Länder zurücknahm. Er begründete das damit, dass während eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.
Nach dieser Kehrtwende gab es bereits in der vergangenen Woche ein Treffen von Vertretern Dänemarks, Grönlands und der USA in Washington. Dabei sei ein Plan für das weitere Vorgehen der dänisch-grönländisch-amerikanischen Arbeitsgruppe entwickelt worden, sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen laut der Nachrichtenagentur Ritzau. Auch er betonte bei dieser Gelegenheit, dass man Zeitpunkte von künftigen Treffen der Gruppe nicht ankündigen wolle. "Denn wir wollen der Sache die Dramatik nehmen. Jetzt brauchen wir einen ruhigen Prozess", meinte Løkke Rasmussen demnach.
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