Drohnen-Abwehrsysteme

DroneShield-Aktie klettert und klettert

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Wegen Trump: EU beschließt Aufrüstung

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


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Die weltweite Nachfrage nach Anti-Drohnen-Systemen und der Aufbau einer eigenen Produktion in der EU lassen die Aktien der australischen Firma DroneShield steigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aktien von DroneShield legen an der Börse aktuell stark zu.

  • Grund ist der Aufbau einer eigenen Fertigung in der EU.

  • Damit will das australische Unternehmen, das Anti-Drohnen-Systeme baut, an den erhöhten Verteidigungsausgaben Europas partizipieren.

Angesichts der vielen Kriege weltweit steigern die Staaten ihre Militärausgaben deutlich und die Aktien von Rüstungsunternehmen profitieren an den Börsen. Nicht nur der deutsche Rüstungsbauer Rheinmetall meldet einen Rekord nach dem anderen, auch die australische Firma DroneShield gehört zu den Gewinnern dieser Entwicklung.

Am Mittwoch (11. März) lag die Aktie von DroneShield bei 2,42 Euro und verzeichnete ein Tagesplus von etwa 3,4 Prozent. Seit Wochenbeginn waren es sogar neun Prozent Anstieg. Damit rückt der Kurs erneut Richtung Bestmarke vom Januar  2026, als die Notierung bei rund 2,50 Euro lag.

Das Start-up wurde erst 2014 gegründet und gab bekannt, seinen Umsatz von aktuell 500 Millionen US-Dollar binnen Jahresfrist zu verfünffachen. Das meldet unter anderem das deutsche Börsenportal "Finanzen.net". Diese Ankündigung DroneShields beruht auf dem geplanten Ausbau der Produktionskapazitäten auf dem europäischen Kontinent. Auch die gestiegene Nachfrage, insbesondere aus Europa, füllt die Auftragsbücher und sorgt für steigende Börsenkurse.


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SroneShield profitiert vom Rüstungsboom

DroneShield entwickelt tragbare Stör-Systeme zur Abwehr hochentwickelter Bedrohungen wie Drohnen und elektronischer Kriegsführung. Dazu gehören die DroneGun Mk3, Mk4 und DroneGun Tactical, die wie Gewehre aussehen und per Richtstrahl Drohnen zur sicheren Landung oder Rückkehr zwingen. Auch ein tragbares Aufklärungsgerät RfPatrol Mk2, das mit Künstlicher Intelligenz arbeitet und diskret am Körper getragen, gehört zum Portfolio. Zu den Kunden von DroneShield zählen Militär, Nachrichtendienste, Regierungs- und Strafverfolgungsbehörden sowie Betreiber:innen kritischer Infrastrukturen.

Die ursprünglich US-amerikanische Firma ging zwei Jahre nach ihrer Gründung bereits an die Börse. Mit der Notierung an der Australian Securities Exchange (ASX) war der Grundstein für den internationalen Ausbau gelegt. Heute ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge überwiegend in australischer Hand und zählt rund 20.000 Teilhaber:innen ohne dominierenden Großaktionär:innen. Die Zentrale befindet sich in Sydney und ein zweiter Hauptsitz in Virginia im gleichnamigen US-Bundesstaat. DroneShield vertreibt seine Drohnenabwehr bereits in mehr als 70 Ländern.


Hoffnung auf Großaufträge der EU

Börsenmagazine sehen die jüngsten Kursbewegungen in Verbindung mit Berichten über Drohneneinsätze in Konfliktregionen. Militärische Einrichtungen und auch Flughäfen verstärken weltweit ihre Schutzmaßnahmen gegen kleine unbemannte Fluggeräte. DroneShield bietet mit seiner DroneGun Mk4 ein Gerät, das Funkverbindungen im Frequenzbereich mehrerer Gigahertz blockieren kann.

Wie "Finanzen.net" weiter schreibt, plant DroneShield einer Fertigung für Systeme zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge innerhalb der Europäischen Union. Die Produktion von Counter-UAS-Systemen "Made in Europe" soll bereits initiiert worden sein. Ziel sei es, die ersten Einheiten bis Mitte 2026 auszuliefern. Hintergrund dieser Standortentscheidung ist dem Bericht zufolge der Aufbau einer primär in der EU ansässigen Lieferkette. Es handelt sich um die bisher einzige Produktionsstätte von DroneShield außerhalb Australiens. Durch die lokale Fertigung hofft das Unternehmen, Aufträge der Europäischen Union zu erhalten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

finanzen.net: "DroneShield-Aktie: Die DroneShield-Konzerngeschichte - mit Hightech gegen Drohnen"

finanznachrichten.de: "DroneShield mit Erfolgsmeldung: Rüstungsboom lässt Aktie steigen"

stuttgarter-zeeitung.de: "DroneShield-Aktie um 9 % gestiegen - Das steckt dahinter"

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