Krise

Deutscher Weltmarktführer der Chemieindustrie insolvent – chinesischer Käufer übernimmt

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Krise auch bei Wacker Chemie (28. Januar)

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


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Der deutschen Chemieindustrie geht es schlecht. Nun hat ein chinesischer Investor zugeschlagen. Nicht alle Arbeitsplätze können erhalten werden.

Ein chinesischer Investor übernimmt das insolvente Chemieunternehmen Perlon, das sich selbst als weltweit führender Hersteller von Kunststofffasern für Papiermaschinen, Medizintechnik und Bürsten im Dental- sowie Kosmetikbereich bezeichnet.

Wie die mit der Sanierung beauftragte Ulmer Kanzlei SGP Schneider Geiwitz mitteilt, geht die international tätige Perlon‑Gruppe an die Wuxi Xingda Nylon Company. Der Verkauf sei bereits vollzogen, zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Nach Angaben der Kanzlei sollen rund 450 von insgesamt etwa 510 Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten erhalten bleiben. Der neue Eigentümer habe sich laut SGP Schneider Geiwitz in einem internationalen Investorenprozess durchgesetzt.

Die Perlon‑Gruppe betreibt sieben Gesellschaften in Deutschland, Polen und China. In Deutschland ist das Unternehmen in Bobingen bei Augsburg, Munderkingen in Baden‑Württemberg sowie im hessischen Wald‑Michelbach vertreten.

Auch in den News:

Insolvenzverfahren vergangenen Oktober eröffnet

In die Krise geraten war das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr. Am 1. Oktober 2025 hat das Amtsgericht Augsburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Zuvor gehörte Perlon zur Serafin‑Gruppe, einem Finanzinvestor aus München, der der Augsburger Unternehmerfamilie Haindl zugerechnet wird. Die damalige Eigentümerseite hat sich demnach entschieden, die Chemiegruppe abzugeben.

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Chemieindustrie steckt in der Krise

Der Einstieg aus China erfolgt in einer für die Branche schwierigen Phase. Die Chemieindustrie in Deutschland steckt seit Jahren unter Druck: Ein schwacher Weltmarkt, hohe Energie‑ und Rohstoffkosten sowie zunehmender internationaler Wettbewerb belasten viele Hersteller.

Nach früheren Angaben habe auch Perlon unter einer rückläufigen Nachfrage im europäischen Papiermaschinenmarkt sowie unter stark gestiegenen Lohn‑ und Energiekosten gelitten. Der neue Eigentümer Wuxi Xingda Nylon ist nach eigenen Angaben Teil eines chinesischen Konzerns, der vor allem als großer Styropor‑Produzent bekannt ist und seinen Sitz in der Industrieregion nahe Shanghai hat.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Bild: "China-Konzern schluckt deutschen Weltmarktführer"

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