Versuchter Totschlag
Nach Schuss auf Polizisten: 16-Jähriger stellt sich in Göttingen
Aktualisiert:
von Christopher Ferner:newstime
Schuss auf Polizisten: Junge stellt sich
Videoclip • 31 Sek • Ab 12
Ein Polizist wird in Göttingen angeschossen, der Täter flieht. Es folgt eine europaweite Fahndung. Tage später dann die Wendung: Der mutmaßliche Schütze stellt sich den Ermittler:innen.
Das Wichtigste in Kürze
In Göttingen wurde ein Polizist angeschossen.
Gegen den Täter wurde daraufhin ein Europäischer Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.
Der mutmaßliche Schütze hat sich mittlerweile gestellt.
Ein 16-Jähriger hat sich der Polizei gestellt, nachdem er am Samstagabend in Göttingen einen Polizisten angeschossen haben soll. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa erschien der Jugendliche am Dienstag (16. Juni) mit einem Anwalt bei der Polizei. Gegen ihn war zuvor ein Europäischer Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen worden.
Der Vorfall ereignete sich gegen 22.15 Uhr am Rand der Innenstadt, als Beamt:innen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien gerufen wurden. Der Polizist wurde schwer verletzt und kam auf die Intensivstation. Tausende Menschen feierten zu diesem Zeitpunkt in der Innenstadt die "Nacht der Kulturen".
Polizeipräsidentin über Festnahme: Signal für die Funktionsfähigkeit unseres Rechtsstaates“
Nach der Flucht des Tatverdächtigen lief eine europaweite Fahndung. Am Montag durchsuchten Ermittler:innen und Spezialkräfte zwei Wohnhäuser im Umfeld des Jugendlichen, darunter eines in Gieboldehausen. Mehrere Handys wurden sichergestellt, über 2.000 Hinweise gingen ein. Die Hintergründe des Konflikts sind noch unklar, eine Mordkommission ermittelt. Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn zeigte sich erleichtert: „Die Festnahme des 16-Jährigen ist ein deutliches Signal für die Funktionsfähigkeit unseres Rechtsstaates."
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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