USA und Iran offenbar einig

Hormus-Deal: Trump verspricht freie Durchfahrt

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

:newstime

Deal zwischen USA und Iran

Videoclip • 03:25 Min • Ab 12


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US-Präsident Donald Trump hat beim G7-Gipfel erklärt, die Straße von Hormus solle schon am Freitag wieder "vollständig" geöffnet sein. Grundlage sei ein neues Abkommen mit dem Iran, das laut Trump von Vizepräsident JD Vance persönlich unterzeichnet werden soll.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump sagt, die Straße von Hormus werde am Freitag "vollständig" und gebührenfrei geöffnet.

  • Das angekündigte Abkommen soll laut Trump von Vizepräsident JD Vance unterzeichnet werden, eine Bestätigung aus Teheran fehlt bisher.

  • Frankreich bietet militärische Unterstützung an, doch zwischen Trump und Macron zeigen sich neue Spannungen.

US-Präsident Donald Trump hat kurz vor Beginn des G7-Gipfels im französischen Evian eine weitreichende Ankündigung gemacht. Die Straße von Hormus werde nach seinen Worten bereits am Freitag "vollständig" geöffnet sein. "Der Iran-Deal, den wir geschlossen haben, wird der Welt eine Menge Erfolg bringen", sagte Trump am Montag vor Journalist:innen.

Nach Angaben des US-Präsidenten soll das Abkommen am Freitag (15. Juni) von Vizepräsident JD Vance persönlich unterzeichnet werden. Als möglicher Ort ist Genf im Gespräch. Ob Trump selbst an dem Termin teilnehmen wird, ließ er offen. "Ich könnte involviert sein", sagte er. Den Text der Vereinbarung wolle seine Regierung "irgendwann nach Freitag" veröffentlichen. Trump betonte zugleich: "Es ist ein starker Text."

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Bereits digital signiert: Trump spricht von starkem Abkommen

Im Mittelpunkt des Deals steht nach Trumps Darstellung die freie Passage durch die strategisch wichtige Meerenge. Er bekräftigte, dass für die Durchfahrt keine Gebühren verlangt werden sollen. "Sie wird offen sein und gebührenfrei", sagte Trump. Gleichzeitig räumte er ein, dass es in diesem Punkt "einen kleinen Streit" gegeben habe.

Ein hochrangiger US-Vertreter in Washington erklärte zudem, Trump, Vance und der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf hätten die Vereinbarung bereits digital signiert. Eine offizielle Bestätigung aus dem Iran lag zunächst jedoch nicht vor. Damit bleibt unklar, wie belastbar die von Trump angekündigte Einigung tatsächlich ist.

Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Ein großer Teil des globalen Öltransports läuft durch diese Meerenge. Entsprechend aufmerksam wird international verfolgt, ob eine stabile Vereinbarung zur Sicherung des Schiffsverkehrs zustande kommt.

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Macron bietet militärische Unterstützung an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bot Trump erneut militärische Hilfe bei der Absicherung der Route an. Macron erklärte, Frankreich könne innerhalb weniger Tage Militärflugzeuge, Fregatten und den Flugzeugträgerverband Charles de Gaulle in die Region entsenden. Trump reagierte darauf zurückhaltend. "Ich denke, wir brauchen nicht viel Hilfe, da wir ja ein Abkommen haben", sagte er. Zugleich ergänzte er, es sei "keine schlechte Idee, ein, zwei Schiffe von einigen Ländern dort zu haben".

Beim öffentlichen Auftritt vor ihrem Zweiergespräch wirkten Trump und Macron auffallend reserviert. Ihr Händedruck fiel kurz und höflich aus. Zudem empfing Macron den US-Präsidenten anders als zunächst angekündigt nicht persönlich vor dem Hotel. Das Treffen begann erst mit rund einer Stunde Verzögerung. Aus Macrons Umfeld hieß es, ein Gespräch mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva habe länger gedauert.

Im Hintergrund dürften auch neue Spannungen zwischen Paris und Washington stehen. Trump hatte zuletzt erneut mit Strafzöllen auf französischen Wein und Champagner gedroht, falls Frankreich an seiner Digitalsteuer festhält. Gleichzeitig steht Macron innenpolitisch in der Kritik, Trump beim Gipfel zu weit entgegenzukommen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur AFP

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