Gipfel in Frankreich

Ausnahmezustand in Genf: Sicherheitsmaßnahmen für G7-Proteste verschärft

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

:newstime

Ukraine: Friedensverhandlungen in Genf

Videoclip • 03:47 Min • Ab 12


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Tausende Menschen demonstrieren in Genf gegen den G7-Gipfel. Angesichts der Erfahrungen mit gewaltsamen Ausschreitungen beim G8-Gipfel-Protest im Jahr 2003 hat die Stadt die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Genf steht der G7-Gipfel an, die Sicherheitsvorkehrungen wurden deutlich erhöht.

  • Zahlreiche Menschen haben sich in der Schweizer Stadt versammelt, um gegen den Gipfel zu demonstrieren.

  • Bereits 2003 war es beim G8-Gipfel zu Protesten in Genf kommen.

In der Schweizer Grenzstadt Genf hat ein umfangreicher Protestmarsch begonnen. Die Teilnehmer:innen demonstrieren gegen den Kapitalismus, fordern eine stärkere Unterstützung der Palästinenser:innen und machen auf weitere politische und gesellschaftliche Anliegen aufmerksam.

Die Kundgebung steht unter dem Motto "No G7" und richtet sich gegen das bevorstehende Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und USA, das ab Montag im französischen Evian stattfindet. Die Stadt liegt nur etwa 50 Kilometer von Genf entfernt. Nach Angaben der Genfer Stadtregierung waren Protestaktionen in Frankreich jedoch nicht erwünscht, weshalb die Demonstration stattdessen in Genf angemeldet wurde.

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Genf: Sorge vor massiven Ausschreitungen

Aus Sorge vor erneuten Ausschreitungen haben hunderte Geschäftsinhaber:innen und Hoteliers in Genf ihre Schaufenster vorsorglich mit Sperrholzplatten gesichert. Hintergrund sind die Erfahrungen aus dem Jahr 2003, als Proteste gegen den damaligen G8-Gipfel im nahegelegenen Evian eskalierten. Damals gehörte auch Russland noch zur Runde der führenden Industrienationen. Die Demonstrationen mündeten in gewaltsame Auseinandersetzungen und Plünderungen von Geschäften.

Um ähnliche Vorfälle zu verhindern, hat die Genfer Polizei für die aktuellen Proteste Unterstützung aus der gesamten Schweiz angefordert. Seit zwei Tagen sind mehrere tausend Polizist:innen im Einsatz. Sie führen in der ganzen Stadt verstärkte Kontrollen von Fahrzeugen sowie Identitätsprüfungen bei Passant:innen durch.

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Tausende Menschen demonstrieren

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich im Laufe des Tages mehrere tausend Menschen in einem Park direkt am Genfersee, dem Ausgangspunkt der Demonstration. Viele Teilnehmer:innen hatten Plakate dabei, zahlreiche schwenkten zudem Palästinenserfahnen.

Organisiert wird der Protest von einem Bündnis aus rund 60 verschiedenen Gruppen. Dazu gehören unter anderem feministische Organisationen, Gewerkschaften, kurdische Initiativen sowie ein sogenannter "revolutionärer Block", wie eine Sprecherin im Vorfeld erklärte. Die Polizei hatte sich auf einen deutlich größeren Andrang vorbereitet und mit bis zu 50.000 Demonstrierenden gerechnet.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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