Sportartikelbranche
Auch wegen Fußball-WM: Adidas erhöht Umsatzprognose
Veröffentlicht:
von Alice Majewski17:30 SAT.1 Bayern
Gute Geschäfte bei Adidas: Sportartikelhersteller erwartet Umsatzplus
Videoclip • 20 Sek • Ab 12
Während die Fußball-Welt kritisch die Stirn runzelt, kommt Adidas-Vorstandschef Björn Gulden beim Gedanken an die zurückliegende Fußball-WM ins Schwärmen. Die Kasse hat geklingelt.
Adidas erhöht Umsatzprognose
Der Sportartikelhersteller Adidas hat dank guter Geschäfte im ersten Halbjahr - auch im Zuge der Fußball-WM - seine Prognose nach oben korrigiert. Die Erlöse sollen nun im gesamten Jahr 2026 um neun bis zehn Prozent steigen. Zuvor war Adidas von einem Wachstum im "hohen einstelligen Bereich" ausgegangen. Beim Betriebsergebnis behielt Adidas seine Prognose von 2,3 Milliarden Euro bei.
Fußball-WM als Wachstumstreiber
Adidas hatte massiv in die Fußball-WM investiert und insgesamt 14 Teilnehmermannschaften ausgerüstet, darunter auch die beiden Finalisten Spanien und Argentinien, Mit-Gastgeber Mexiko sowie die früh ausgeschiedene deutsche Nationalmannschaft. Auch die Schiedsrichter-Trikots sowie die Spielbälle kamen von Adidas.
"Wir haben viel mehr verkauft als je zuvor", sagte Adidas-Vorstandschef Björn Gulden der angesichts der andernorts heftig kritisierten Fußball-WM ins Schwärmen geriet: "Wir hätten nicht besser aussehen und es nicht besser machen können!"
Hohe Marketingausgaben belasten das Ergebnis
Der frühere Fußball-Profi fuhr fort: "Unsere Marketingkampagne Backyard Legends brachte die Liebe zum Spiel zurück, so wie wir es früher auf der Straße gespielt haben." Allerdings gab Adidas im Zuge dessen auch 200 Millionen Euro mehr für Marketing aus. Dies, sowie höhere Kosten für Fracht, Beschaffung und US-Zölle bremsten die Ergebnisentwicklung, die unter den Erwartungen der Analysten ausfiel.
Umsatz und Gewinn legen zu
Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 10,2 Prozent auf 13,335 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Höhe von 882 Millionen Euro, 8,7 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
Wechsel im Finanzvorstand
Der langjährige Finanzvorstand Harm Ohlmeyer wird seinen auslaufenden Vertrag bei Adidas nicht verlängern, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Er war seit fast 30 Jahren bei Adidas tätig und seit 2017 für das Finanzressort verantwortlich. Seine Nachfolgerin wird Birgit Kretschmer, bisher Finanzchefin des Bekleidungs-Filialisten C&A und früher bereits 25 Jahre lang für Adidas tätig.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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