Raffinierte Tricks
Deutsche Rentenversicherung warnt: Vorsicht vor fiesen Betrugsmaschen
Veröffentlicht:
von Oliwia Kowalak:newstime
Sorge vor höherem Renteneintrittsalter
Videoclip • 34 Sek • Ab 12
Die Deutsche Rentenversicherung und die Polizei rufen zu Vorsicht auf vor betrügerischen Phishing-Mails, Spam-Anrufen oder Falschvideos. So reagieren Betroffene richtig.
Das Wichtigste in Kürze
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) warnt vor Trickbetrüger:innen, die besonders auf Senior:innen abzielen.
Demnach sind Phishing-Mails, Anrufe und Videos im Umlauf, um an sensible Daten zu gelangen.
Die DRV warnt auch vor immer raffinierteren Methoden durch den Einsatz von KI.
Derzeit warnt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) vor mehreren Betrugsmaschen, die vorwiegend auf Senior:innen abzielen. Kriminelle versuchen per E-Mail, Anruf oder Video, an sensible Daten ihrer Opfer zu gelangen. Das Ziel: Sie wollen letztlich an das Geld der Betroffenen. Dabei geben sich die Betrüger:innen als Mitarbeiter:innen der Deutschen Rentenversicherung aus. Zum Einsatz kommen mittlerweile immer häufiger moderne Technologien wie beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI), um den Betrug so echt wie nur möglich wirken zu lassen.
DRV-Betrug: Phishing-Mails enthalten betrügerische Links
Die Deutsche Rentenversicherung weist regelmäßig auf ihrer Webseite auf betrügerische E-Mails hin. Inhaltlich unterscheiden sich die Nachrichten zwar, jedoch verfolgen sie alle das Ziel, durch einen Link an persönliche Daten der Empfänger:innen zu gelangen. Dabei kann es sich um Sicherheitsupdates handeln, die Übermittlung von wichtigen Dokumenten wie der jährlichen Renteninformation oder angebliche Fehlbuchungen, die zu einer Betragserstattung führen.
In allen E-Mails ist dann ein betrügerischer Link enthalten. Die Opfer werden dazu aufgefordert, diesen für die Hinterlegung persönlicher Daten oder Zahlungsinformationen anzuklicken. Hier warnt die DRV ausdrücklich: Persönliche Daten werden niemals per Mail angefordert!
Die E-Mails und Landingpages sehen dabei "täuschend echt" aus. In ihnen sind Logo und Design der DRV eingebettet. Auch werden mithilfe von KI der Sprachstil und bestimmte Formulierungen angepasst.
Beim Empfang verdächtiger Mails rät die Deutsche Rentenversicherung dazu ...
... den Absender zu überpüfen. Adressen wie "noreply@drv.de", "admin@lenterasafety.co.id" oder "badtechnology631@agentmail.to" gehören in den Spam.
... nie auf darin enthaltene Links zu klicken.
... bei Zweifeln die DRV telefonisch unter der Nummer 0800 1000 4800 kontaktieren.
Sollten Betroffene bereits auf den Link geklickt haben, dann rät die DRV dazu, das Gerät vom Internet zu trennen. Falls bereits Bankdaten eingegeben wurden, sollte die Karte umgehend gesperrt werden. Wenn Zugangsdaten eingegeben wurden, dann sollte das Passwort geändert werden. Auch sollten Betroffene einen Screenshot von der Phishingseite aufnehmen und im Anschluss Anzeige bei der Polizei erstatten.
Auch in den News:
Betrug am Telefon: DRV warnt vor Scam-Anrufen
Auch mit Scam-Anrufen im Namen der DRV versuchen Kriminelle, an sensible Daten zu kommen. Die Betrüger:innen geben sich als Mitarbeiter.innen der Deutschen Rentenversicherung aus und gehen dabei auch technisch raffiniert vor: Denn auf dem Display erscheint meist auch eine Telefonnummer der DRV. Die Opfer werden dazu aufgefordert, ihre persönlichen Daten oder Bankverbindung anzugeben.
Dabei wird Druck ausgeübt, indem den Opfern gesagt wird, dass die Rente gekürzt werde, sollten sie nicht schnell einen Geldbetrag überweisen. Zudem wird auch behauptet, die Rente sei überzahlt worden, wodurch die Opfer zu einer Überweisung gebracht werden sollen.
"Die Deutsche Rentenversicherung wendet sich aber grundsätzlich nur in Ausnahmefällen telefonisch an Sie", heißt es auf der Seite der DRV.
Die Deutsche Rentenversicherung rät bei Spam-Anrufen dazu:
... bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen.
... sich bei der DRV telefonisch unter der Nummer 0800 1000 4800 zu vergewissern.
... auf keinen Fall Geld ins In- oder Ausland zu überweisen.
Raffinierte Taktik: Videos mit Falschinformationen im Umlauf
Es sollen zudem falsche YouTube-Videos im Umlauf sein, durch die Kriminelle an persönliche und sensible Daten gelangen wollen. In den Videos wird von einem Lebensnachweis gesprochen, "den alle Rentnerinnen und Rentner in Deutschland bis August benötigen würden, sonst werde ihre Rente eingestellt.", informiert die DRV Berlin-Brandenburg.
Die DRV warnt, dass durch die Videos Angst geschürt werden soll. Es handelt sich um Falschmeldungen. Betroffene sollten solche Videos und Inhalte kritisch hinterfragen und fehlerhafte Informationen nicht weiterleiten.
Verwendete Quellen:
deutsche-rentenversicherung.de
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Italien, Schweden und Co.
Krankmeldung ab Tag eins? So sind die Regeln in europäischen Ländern

Mindestens zwei Schwerverletzte
Amoktat in Schongau? Vater berichtet von Drohungen im Winter

Expertin warnt
Steuererklärung abgegeben? Diese Fehler kosten viele Hunderte Euro

Jetzt im Stream
LIVE: Trump spricht nach heiklem NATO-Gipfel und Iran-Angriffen

Experte äußert sich
Neuer Buckelwal in der Ostsee wird wohl bald stranden

Großeinsatz an Gymnasium
Hinweise auf Amoklage in Schongau: Täter hatte Messer und Schusswaffe dabei


