Nach Service-Kritik
CEO Christian Hecker: Trade Republic will "besten Kundenservice aller Banken in Europa" aufbauen
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von Christopher SchmittChristian Hecker träumt von einem herausragenden Kundenservice für Trade Republic.
Bild: Christian Charisius/dpa
Das Wachstum des Online-Brokers Trade Repbulic war rasant, doch die Kritik an seinem Kundenservice wurde immer lauter. Nun reagiert das Unternehmen – unter anderem mit 1.000 geschulten Serviceagent:innen.
Das Wichtigste in Kürze
Trade Republic führt einen rund um die Uhr erreichbaren, kostenlosen Kundenservice mit persönlicher Betreuung ein.
Mehr als 1.000 Serviceagenten sollen Nutzer:innen künftig per Telefon, Chat oder Rückruf unterstützen, begleitet von zahlreichen neuen App-Funktionen.
Damit reagiert der Online-Broker auf die anhaltende Kritik an seinem Kundenservice.
Der Online-Broker Trade Republic reagiert auf die anhaltende Kritik an seinem Kundenservice mit einer umfassenden Offensive. Wie das Unternehmen mitteilte, bietet Trade Republic ab sofort allen Kund:innen eine persönliche Betreuung rund um die Uhr an – sieben Tage die Woche und kostenlos über die App.
Nutzer:innen können den Anbieter künftig per Telefon oder Live-Chat kontaktieren oder einen Rückruf anfordern. Dafür stehen Unternehmensangaben zufolge mehr als 1.000 geschulte Serviceagent:innen bereit, die in acht Sprachen helfen sollen. "Unser Kundenservice wurde von Grund auf neu entwickelt", erklärte Mitgründer Christian Hecker. In den kommenden Wochen werde das Angebot vollständig in Deutschland und weiteren Kernmärkten ausgerollt.
Mit der Service-Offensive geht laut Trade Republic auch ein umfangreiches Produkt-Update einher. Das Unternehmen habe einen zweistelligen Millionenbetrag investiert und führe mehr als 30 neue Funktionen ein. Dazu zählten zusätzliche Passwort-Optionen sowie neue Analyse-Tools, mit denen Anleger:innen ihre Investments besser auswerten könnten.
Trade Republics Aufstieg durch den Börsenboom
Trade Republic zählt nach eigenen Angaben inzwischen mehr als zehn Millionen Kund:innen in Europa, davon über fünf Millionen in Deutschland. Verwaltet werden mehr als 150 Milliarden Euro an Kundenvermögen. Ende 2024 ist das Unternehmen mit einer Bewertung von 12,5 Milliarden Euro zum wertvollsten deutschen Start-up aufgestiegen.
Seit dem Start als App-basierter Broker im Jahr 2019 hat Trade Republic stark vom Börsenboom während der Corona-Pandemie profitiert. Mit der Vollbanklizenz seit 2023 weitete das Fintech sein Angebot deutlich aus – etwa um Girokonten, Bezahlkarten und Tagesgeld. Parallel treibt das Unternehmen die Expansion in Länder wie Frankreich, Italien und Spanien voran.
Hecker steckt sich große Ziele
Trotz des Erfolgs geriet Trade Republic zuletzt immer wieder wegen Serviceproblemen in die Schlagzeilen. Berichte über verzögerte Depotüberträge oder schwer erreichbaren Support hatten dem Image geschadet. Nach Informationen des "Handelsblatts" seien bei deutschen Verbraucherzentralen zwischen Januar und September 2025 mehr als 300 Beschwerden eingegangen – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Hauptkritikpunkt sei demnach der mangelhafte Kundenservice gewesen.
Eine Unternehmenssprecherin hatte den Anstieg der Beschwerden damals mit dem rasanten Wachstum erklärt. Die Nutzerzahl hatte sich innerhalb von 18 Monaten nahezu verdoppelt. Nun wolle Trade Republic gegensteuern und sich langfristig als Hausbank etablieren.
Die Ziele sind hoch gesteckt: Hecker formuliert sie folgendermaßen: "In den nächsten zwölf Monaten wollen wir den besten Kundenservice aller Banken in Europa betreiben."
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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