US-Techkonzern
Apple kämpft vor iPhone-Start mit Chip-Engpässen
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von Claudia Scheele:newstime
Apple knackt 5-Billionen-Marke
Videoclip • 30 Sek • Ab 12
Apple verdient weiter stark am iPhone, hat aber ein Problem kurz vor der nächsten Generation. Konzernchef Tim Cook warnt vor knappen Chips und wenig Spielraum bei Zulieferern.
Apple steht kurz vor der wichtigen Produktionsphase für die nächste iPhone-Generation – und kämpft zugleich mit Engpässen bei zentralen Bauteilen. Konzernchef Tim Cook sagte, dass es aktuell vor allem bei kombinierten Chipsystemen Probleme gebe. Diese gelten als Herzstück von Geräten wie iPhones und Macs.
Besonders brisant ist der Zeitpunkt: Gerade jetzt fährt Apple traditionell die Fertigung für neue iPhone-Modelle hoch, die üblicherweise im Herbst auf den Markt kommen. Zwar bestätigte der Konzern keinen Termin. In der Branche wird aber fest damit gerechnet, dass neue iPhones wieder im September vorgestellt werden. Nach Informationen von Bloomberg könnte in diesem Jahr auch das erste aufklappbare iPhone kommen.
KI-Boom verschärft die Lage für Apple
Cook räumte ein, dass Apple die Nachfrage nach iPhones und Macs in den vergangenen Monaten unterschätzt habe. Gleichzeitig sei die Lage bei Zulieferern schwieriger als sonst. "Weniger Flexibilität" als üblich beklagte Cook in einer Telefonkonferenz mit Analyst:innen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Der Grund liegt vor allem im Boom rund um Künstliche Intelligenz. Weltweit werden derzeit enorme Mengen an Halbleitern für den Ausbau von Rechenzentren bestellt. Dadurch sind viele Produktionskapazitäten ausgelastet. Für Apple ist das ungewöhnlich, weil der Konzern als Großkunde bei Lieferanten normalerweise besonders viel Gewicht hat.
iPhone bleibt Apples wichtigste Stütze
Trotz der Engpässe lief das vergangene Quartal für Apple operativ stark. Der Umsatz mit dem iPhone stieg im Jahresvergleich um fast 22 Prozent auf 54,25 Milliarden Dollar. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen vieler Analyst:innen. Das iPhone bleibt damit weiter Apples wichtigstes Produkt und macht rund die Hälfte des Geschäfts aus.
Insgesamt kletterte der Konzernumsatz um 16 Prozent auf rund 109,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 27 Prozent auf knapp 29,8 Milliarden Dollar zu. Apple verwies dabei auch auf bereits verbuchte Rückzahlungen von US-Importzöllen, nachdem das Oberste Gericht der USA einige Maßnahmen von Präsident Donald Trump gekippt hatte.
Auch in den News:
Auch Speicherchips werden teurer
Zusätzlich setzen Apple stark steigende Preise für Speicherchips unter Druck. Cook sagte mit Blick auf den DRAM-Markt: "Es wäre gut, wenn es mehr Lieferanten gäbe". In der Branche wurde das als Hinweis verstanden, dass Apple gern auf zusätzliche Anbieter zugreifen würde.
Für Tim Cook ist das Ende Juni abgeschlossene Vierteljahr zugleich das letzte volle Quartal an der Konzernspitze. Nach 15 Jahren gibt er die Führung im September an den bisherigen Hardware-Chef John Ternus ab. Sein Abschied fällt damit in eine Phase, in der Apple wirtschaftlich stark bleibt – aber bei Chips, KI-Konkurrenz und Lieferketten unter neuem Druck steht.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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