Fast alle überzeugen
Apfelessig bei Öko-Test: Zwei Produkte enthalten Pestizide
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
Öko-Test und Stiftung Warentest im Vergleich
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
Öko-Test hat 23 naturtrübe Apfelessige untersucht – mit überwiegend positivem Ergebnis. Lediglich zwei konventionelle Produkte fallen auf: In ihnen wurden Rückstände eines als vermutlich krebserregend geltenden Fungizids nachgewiesen.
Das Wichtigste in Kürze
ÖKO-TEST hat 23 naturtrübe Apfelessige getestet – fast alle erhalten "gut" oder "sehr gut".
Nur zwei konventionelle Produkte fallen durch Pestizidrückstände auf.
Zwei "sehr gute" Bio-Apfelessige sind auch noch besonders günstig.
Öko-Test: Ganz viele Apfelessige sind "gut" oder "sehr gut"
Apfelessig gilt als vielseitiges Produkt - manchen sogar als Wundermittel. Er wird als Salatdressing verwendet, aber auch als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden und er soll beim Abnehmen helfen. Auch wenn Apfelessig viele gesunde Elemente enthält, wissenschaftlich nachgewiesen sind die wenigsten ihm nachgesagten Effekte allerdings bislang.
Das stört seine vielen Fans aber wenig und er schadet in normalen Mengen auch nicht. Umso wichtiger ist die Frage, was tatsächlich im Essig steckt. Öko-Test hat 23 naturtrübe Apfelessige untersucht – 21 davon mit Bio-Zertifizierung. Die getesteten Produkte kosteten zur besseren Vergleichbarkeit auf 750 Milliliter umgerechnet zwischen 1,19 und 6,74 Euro. Das Ergebnis fällt überwiegend erfreulich aus: Bis auf einen einzigen Essig wurden alle Produkte mit "gut" oder "sehr gut" bewertet, wie das Verbrauchermagazin bekanntgab.
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Captan-Rückstände in zwei Apfelessig-Produkten
Zwei konventionelle Produkte fallen jedoch negativ auf. Im Feldmann Apfelessig naturtrüb – bewertet mit "gut" – und im K-Classic Naturtrüber Apfelessig von Kaufland – bewertet mit "befriedigend" – wies das von Öko-Test beauftragte Labor Spuren eines Captan-Metaboliten nach. Captan ist ein Fungizid, das vor allem im Obstanbau eingesetzt wird. Fungizide sind Mittel gegen Pilze oder Sporen.
Auch wenn von den nachgewiesenen Mengen keine akute Gesundheitsgefahr ausgeht, gilt der Stoff den Angaben nach als vermutlich krebserregend. Er könne Menschen schaden, die beim Apfelanbau damit in Berührung kommen. Öko-Test stuft Captan daher als besonders bedenkliches Pestizid ein und wertet entsprechend ab.
Im K-Classic-Produkt wurde zudem ein weiterer Pestizidrückstand nachgewiesen. Die Tester:innen bewerten solche Mehrfachbelastungen kritisch, da Wechselwirkungen zwischen einzelnen Pestizidspuren bislang wissenschaftlich nicht ausreichend erforscht seien.
Günstige Bio-Produkte mit Bestnote
Wer auf der sicheren Seite sein möchte, findet im Test eine breite Auswahl empfehlenswerter Produkte – auch zu günstigen Preisen. So erhielten unter anderem der Dennree Bio-Apfelessig naturtrüb (1,59 Euro pro 750 ml) und der Naturgut Bio Apfelessig naturtrüb, Naturland (1,75 Euro) die Bestnote „sehr gut". Teuer muss es also nicht sein.
Neben den Inhaltsstoffen bewertete Öko-Test auch die Verpackung. Der Großteil der Testprodukte kommt in Einweg-Glasflaschen. Positiv stechen zwei Hersteller heraus: Beutelsbacher und Dennree verkaufen ihren naturtrüben Apfelessig in Mehrwegflaschen, die gespült und wiederbefüllt werden.
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Verwendete Quellen:
Öko-Test: "Apfelessig im Test: Pestizidrückstände in zwei konventionellen Marken"
n-tv: "Apfelessig im Öko-Test: Pestizidrückstände in zwei konventionellen Marken"
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