Oktober-Wetter

Bringt diese Bauernregel Schnee, Frost und Glätte?

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von Joachim Vonderthann

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Winter vor der Tür? Diese Bauernregel verrät es (28. September)

Videoclip • 01:23 Min • Ab 12


Alte Bauernregeln zum Ursulatag sowie zu Simon und Juda deuten Ende Oktober Schnee und Frost an. Halten die Regeln auch den reellen Vorhersagen stand?

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuelle Bauernregeln schließen einen Wintereinbruch noch im Oktober nicht aus.

  • Die Wetterregeln beruhen auf jahrelangen Erfahrungen, ersetzen aber keine meteorologischen Berichte.

  • Dennoch liegen die Bauernregeln teils nicht grundlegend falsch.

Bauernregel zum Ursulatag: Muss jetzt schnell gehandelt werden?

"Kräht der Gockel auf dem Mist, so ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist." Viele halten Bauernregeln zum Wetter für Unsinn, wie es auch in dieser Verballhornung zum Ausdruck kommt. Doch in den verbleibenden Oktobertagen rücken alte Bauernregeln wieder in den Fokus. Besonders bekannt ist der Spruch: "Ursula bringt’s Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda drein." Er bezieht sich auf den Ursulatag am 21. Oktober und den Gedenktag Simon und Juda am 28. Oktober. Gemeint ist: Die Ernte sollte bis dahin abgeschlossen sein, weil danach die ersten winterlichen Bedingungen drohen können.

Eine zweite Regel lautet: "Wenn Simon und Judas vorbei, so rückt der Winter herbei." Sie wird oft als Ankündigung für den ersten Schnee verstanden. Beide Sprüche stammen aus Zeiten, in denen Menschen Wetter und Jahreszeiten genau beobachteten, um die Arbeit auf Feldern und Höfen zu planen. Sie sind aber keine verlässlichen Vorhersagen für einen bestimmten Tag, wie das Portal daswetter.com berichtet.

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Warum die Wetterregeln nicht ganz falsch liegen

Ganz aus der Luft gegriffen sind die alten Sprüche demnach aber nicht. Ende Oktober beginnt klimatologisch eine Zeit, in der Kaltluft aus dem Norden nach Deutschland gelangen kann. In den Alpen und höheren Mittelgebirgslagen ist erster Schnee dann durchaus möglich. Auch nachts kann es in Senken, Tälern und ländlichen Regionen Bodenfrost geben.

Die Bauernregel zu Simon und Juda beschreibt damit eher einen typischen saisonalen Übergang als eine präzise Prognose. Deutlich weniger belastbar ist dagegen die sogenannte Lukas-Regel, die sich auf den 18. Oktober bezieht: "Ist St. Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm." Ein einzelner milder Oktobertag erlaube keine seriöse Aussage über den gesamten Winter, so daswetter.com.

DWD erwartet Regen, Wind und milde Luft

Die aktuelle Zehn-Tage-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) passt nur teilweise zu den frostigen Bauernregeln. Von Donnerstag bis Montag wird es demnach häufig unbeständig, mit Regen und Schauern. Dazu kommt zeitweise kräftiger Wind. Am Freitag sind im Westen und Nordwesten steife bis stürmische Böen möglich, an der Nordsee sowie in Gipfellagen auch schwere Sturmböen.

Die Temperaturen bleiben zunächst relativ mild: Am Donnerstag (22. Oktober) erwartet der DWD Höchstwerte zwischen 9 und 16 Grad, am Freitag zwischen 10 und 15 Grad. Am Wochenende liegen die Werte meist zwischen 8 und 15 Grad. Schnee in tiefen Lagen wird in der offiziellen Vorhersage nicht angekündigt.


Nachts regional frisch, Wetterlage bleibt unsicher

In den Nächten wird es regional deutlich kühler. Der DWD erwartet vor allem im Südosten teils Werte nahe dem Gefrierpunkt. Wer empfindliche Pflanzen auf Balkon oder Terrasse hat, sollte sie deshalb vorsorglich schützen. Für Autofahrer:innen gilt: Insbesondere auf Brücken und in schattigen Waldabschnitten kann es bei niedrigen Temperaturen rutschig werden. Wer noch keine Winterreifen aufziehen hat lassen, sollte dies bald tun. Welche Winterreifen beim Test des AvD am besten abgeschnitten haben, liest du hier.

Für die Zeit ab Dienstag bleibt die Entwicklung laut DWD unsicher. Im Westen und Norden soll es tendenziell weiter wechselhaft mit Regen oder Schauern werden. Im Süden sind dagegen mehr Sonne, längere Nebelphasen und trockenere Abschnitte möglich. Tagsüber kann es erneut mild bis sehr mild sein – ein flächendeckender Wintereinbruch ist damit derzeit nicht in Sicht.


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