Behauptung unbekannter

Hackerangriff auf AfD: Hunderttausende interne Mails sollen im Internet gelandet sein

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Hackerangriff auf Hunderte Supermärkte (13. Oktober)

Videoclip • 01:38 Min • Ab 12


Offenbar ist die AfD Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte behaupten, im Netz mehr als 400.000 Mails der Partei veröffentlicht zu haben. Ob die Daten echt sind, ist bisher unklar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch einen Hackerangriff sollen 421.000 interne AfD-E-Mails im Internet veröffentlicht worden sein.

  • Die AfD bestätigt einen Hackerangriff im September 2026, nannte aber keine Details.

  • Auch ein Account auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland sei unter den betroffenen Konten.

Die AfD ist offenbar das Ziel eines gigantischen Cyberangriffs geworden. Die Partei selbst bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) einen Hackerangriff:

"Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister unserer Partei, bei dem offenbar Teile einiger weniger Mail-Postfächer – von denen die meisten seit Jahren nicht mehr genutzt waren – widerrechtlich kopiert wurden." Zuvor berichtete die "Bild" über den Vorfall. Aktuelle E-Mail-Postfächer des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen gewesen.

Auch in den News:

Hacker wollen Daten aus zehn AfD-Mail-Postfächern veröffentlicht haben

Im Internet wurden durch Unbekannte laut eigenen Angaben rund 421.000 mutmaßlich interne E-Mails der AfD veröffentlicht. Dabei wurde behauptet, es handle sich um Daten aus zehn Postfächern. Darunter solle sich auch ein Account auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland sowie ein Konto, das von der AfD früher als Kontakt für die Bundesgeschäftsstelle genannt wurde, befinden.

Website erst kürzlich registriert

Im Internet kursiert der Link zu einer Webseite, auf der eine Übersicht der angeblichen AfD-Mails dargestellt ist. Einem Bericht der "taz" zufolge seien dort etwa 39.000 Mails als KI-Zusammenfassung veröffentlicht worden, mehr als 600 davon seien mit "kritischen" Inhalten bewertet, die vermeintliche Straftaten dokumentierten.

Laut einer Recherche der dpa sei die anonyme Website erst Mitte Oktober registriert worden. Informationen über die Herkunft der Daten gebe es nicht, auch werden auf der Seite selbst keine Mailinhalte veröffentlicht. Diese sollen sich auf einem weiteren Download-Server befinden.

Die Echtheit der Mail-Informationen ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.


Hackerangriff laut AfD wieder unter Kontrolle

Der Angriff sei laut AfD rasch beendet und alle Nutzer:innen seien informiert worden. Die Onlineveröffentlichung der Daten werde derzeit noch von der Partei geprüft. Eine erste Einschätzung dazu könne erst danach gegeben werden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

taz: "Riesiges Email-Datenleak bei der AfD"

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