Trauer um Unternehmerlegende
Miele trauert um langjährigen Firmenchef: Peter Christian Zinkann ist gestorben
Veröffentlicht:
von Nadine von ParsevalFast wäre er 100 geworden: Peter Christian Zinkann.
Bild: -/Miele/dpa
Mehr als vier Jahrzehnte stand er an der Spitze eines der bekanntesten deutschen Haushaltsgerätehersteller. Nun ist Peter Christian Zinkann im Alter von 98 Jahren gestorben.
Das Wichtigste in Kürze
Der frühere Miele-Chef Peter Christian Zinkann ist im Alter von 98 Jahren gestorben, wie das Familienunternehmen aus Gütersloh mitteilte.
Der Enkel des Miele-Mitgründers Reinhard Zinkann trat 1958 in das Unternehmen ein und prägte dessen Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte.
Unter seiner Führung brachte Miele zahlreiche neue Haushaltsgeräte und technische Innovationen auf den Markt, die bis heute zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Trauer um eine der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft! Peter Christian Zinkann, der den Haushaltsgerätehersteller Miele über Jahrzehnte mitgestaltete, ist tot. Der Unternehmer starb am Montag, den 19. Oktober im Alter von 98 Jahren.
Das Familienunternehmen aus Gütersloh bestätigte den Todesfall und würdigte seinen früheren Geschäftsführer als herausragende Unternehmerpersönlichkeit. Zuvor hatten unter anderem die "Neue Westfälische" und "Die Glocke" über seinen Tod berichtet.
Mehr als vier Jahrzehnte stand Zinkann an der Spitze von Miele. In dieser Zeit entwickelte sich das traditionsreiche Familienunternehmen zu einem international erfolgreichen Hersteller von Haushaltsgeräten.
Peter Christian Zinkann führte das Erbe seines Großvaters fort
Die Geschichte des Unternehmers war eng mit Miele verbunden. Zinkann wurde 1928 in Bremen geboren und zog 1945 mit seiner Familie nach Gütersloh. Nach seinem Maschinenbaustudium und seiner Promotion trat er Ende der 1950er-Jahre in das Unternehmen ein.
Sein Großvater Reinhard Zinkann hatte Miele bereits 1899 gemeinsam mit Carl Miele gegründet. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Rudolf Miele führte Peter Christian Zinkann das Familienunternehmen durch Jahrzehnte des wirtschaftlichen und technischen Wandels.
Nach dem Tod von Rudolf Miele zog er sich Ende 2004 aus der operativen Geschäftsführung zurück. Sein Sohn Reinhard Zinkann gehört bereits seit 1999 der Unternehmensleitung an.
Von der Waschmaschine bis zur Schontrommel: Zinkann prägte Miele
Unter seiner Führung entwickelte Miele zahlreiche technische Neuerungen, die den Alltag vieler Haushalte veränderten. 1966 brachte das Unternehmen einen elektronisch gesteuerten Wäschetrockner auf den Markt. Ab 1986 folgten Geschirrspüler mit Besteckschublade, 2001 schließlich die sogenannte Schontrommel für Waschmaschinen.
Auch persönlich beschäftigte sich Zinkann intensiv mit technischen Entwicklungen. Nach Angaben des WDR meldete der Unternehmer im Laufe seines Lebens mehr als 130 Patente an. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. 2003 ernannte ihn Gütersloh zum Ehrenbürger, drei Jahre später wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.
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Miele beschäftigt heute rund 23.000 Menschen
Aus dem einstigen Familienbetrieb ist inzwischen ein international tätiger Konzern geworden. Im Jahr 2025 erwirtschaftete Miele nach eigenen Angaben einen Umsatz von 5,16 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Rund 23.000 Menschen arbeiten für das Unternehmen, das unter anderem Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Staubsauger und Kaffeevollautomaten herstellt. Mit Peter Christian Zinkann verliert Miele einen Unternehmer, der die Entwicklung des Konzerns über Generationen hinweg entscheidend mitgestaltet hat.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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