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"Schreie und Panik": Piloten-Streit eskaliert – Flydubai-Flug nach Tel Aviv von Vorfall überschattet

Aktualisiert:

von Marie-Finn Bruker

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Frankfurt: Flugzeug sackt plötzlich ab (5. Juni)

Videoclip • 28 Sek • Ab 12


Auf dem Weg nach Tel Aviv setzt ein Flugzeug der Vereinigten Arabischen Emirate ein Notsignal ab. Erste Hinweise deuten auf eine Entführung hin. Neueste Berichte weisen allerdings auf eine Prügelei an Bord hin.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Flugzeug der Airline Flydubai hatte auf dem Weg nach Tel Aviv zwei Notrufe abgesetzt, darunter einen speziell für Entführungsfälle.

  • Wie sich nach Angaben israelischer Medien herausstellte, soll Grund der Notsignale eine Prügelei zwischen Pilot und Copilot gewesen sein.

  • Das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte, dass die Lage mittlerweile unter Kontrolle sei.

Auf dem Weg nach Tel Aviv hatte eine Maschine der Fluggesellschaft Flydubai plötzlich einen Notruf abgesetzt. Wie israelische Medien berichteten, folgte darauf der international bekannte Code 7500, der auf eine Entführung hinweist.

Nun stellte sich den Angaben zufolge heraus: Hinter dem Zwischenfall soll eine Prügelei im Cockpit stecken.

Auch in den News:

Streit zwischen Pilot und Copilot eskaliert

Erste Details des israelischen TV-Senders N12 zufolge seien der russische Pilot sowie der ukrainische Copilot in den Streit an Bord des Flydubai-Flugs FZ 1073 verwickelt gewesen. Eine Bestätigung der Nationalitäten gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht. Dem israelischen Nachrichtenportal "ynet" zufolge stamme der tatverdächtige Pilot aus dem Oman. Offiziell bestätigt sei dies aber ebenfalls nicht.

Die beiden sollen sich im Cockpit geprügelt haben, bis einer von beiden das Bewusstsein verlor. Zunächst gab es für diesen Hergang keine offiziellen Belege. Flydubai bestätigte laut dem Sender Al-Arabija lediglich einen "Vorfall" an Bord. Israelische Medien berichten unter Berufung auf Passagiere, dass einer der Piloten den anderen mit einem Messer verletzt habe. Es habe große Angst unter den Passagieren geherrscht und "Schreie und Panik" gegeben. "Einige Männer, darunter auch Israelis, standen auf und überwältigten den Angreifer", so der Passagierbericht.

Eine weitere Passagierin berichtete, dass sie Schreie gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen habe. "Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden."

Israelischen Medien zufolge sei die Maschine aus den Vereinigten Arabischen Emiraten über Saudi-Arabien abgedreht und anschließend auf dem Flughafen Tabuk im Norden des Landes gelandet. Nach Angaben der Zeitung "Haaretz" befanden sich etwa 180 Israelis an Bord. Bislang seien die Insassen laut N12 angewiesen worden, das Flugzeug nicht zu verlassen. Die beiden Piloten seien derweil von Bord gebracht worden.

Die israelischen Verkehrsbehörden seien bereits informiert, in Kürze werde ein Ersatzflugzeug von Dubai nach Saudi-Arabien geschickt. Diese soll alle Passagier:innen dann an ihr Endziel in Israel bringen.


Netanjahu: Lage sei unter Kontrolle

Generalstabschef Ejal Zamir wolle sich nun mit ranghohen Kommandeur:innen zu dem Vorfall beraten, darunter auch der Chef der Luftwaffe. Derweil seien israelische Kampfjets zu dem Flugzeug unterwegs, wie "Times of Israel" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet.

Auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu habe sich bereits zu dem Vorfall beraten, so das Büro des Ministerpräsidenten. Die Lage sei unter Kontrolle, Netanjahu verfolge die weiteren Entwicklungen. Weiter heißt es, man unternehme alles, um die sichere Rückkehr der israelischen Passagier:innen in ihre Heimat zu gewährleisten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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